Aachen gibt letzten Platz ab - Düsseldorf führt
München (dpa) - 06.11.2011, 15:51 Uhr
David Odonkor (r) und Sergiu Radu freuen sich über das 1:0 gegen Duisburg. Durch das 2:2 gab Aachen die Rote Laterne ab. Foto: Rolf Vennenbernd
Alemannia Aachen hat in seinem 1000. Spiel in der 2. Fußball-Bundesliga den letzten Tabellenplatz an den FC Ingolstadt weitergereicht. Den Mannen vom Tivoli reichte dazu ein 2:2 (1:1) gegen den ebenfalls im Keller feststeckenden MSV Duisburg. «Wir wissen, dass es ein langer, langer Kampf wird, um die Klasse zu halten», sagte Aachens Coach Friedhelm Funkel. Sein Duisburger Gegenüber Oliver Reck zeigte sich mit dem Ergebnis «total unzufrieden». Im zweiten Abstiegsduell trennten sich der FSV Frankfurt und Hansa Rostock torlos. Der SC Paderborn stellte durch ein 2:0 (0:0) bei Energie Cottbus den Anschluss ans Spitzenquartett her. Im Aufstiegsrennen schaffen die Spätzünder von Fortuna Düsseldorf zunehmend Luft zwischen sich und der Konkurrenz. Durch einen Last-Minute-Sieg gegen Dresden bauten die Rheinländer ihre Tabellenführung im Fußball-Unterhaus auf vier Punkte aus. «Dynamo hätte einen Punkt verdient gehabt, aber das ist mir scheißegal», frohlockte Trainer Norbert Meier nach dem 2:1 von Ranisav Jovanovic in der Nachspielzeit. Für zusätzlich gute Laune sorgte das 2:2-Remis zwischen den Verfolgern FC St. Pauli und Greuther Fürth. Einzig Eintracht Frankfurt könnte sich mit einem Sieg zum Abschluss des 14. Spieltages am Montag bei Erzgebirge Aue noch bis auf zwei Zähler an die Fortuna heranrobben.
Paderborn (28 Punkte) stellte durch den Sieg in Cottbus den Anschluss ans Spitzenquartett um Düsseldorf (34), Fürth (30), Eintracht Frankfurt (bisher 29) und St. Pauli (29). Cottbus-Akteur Christian Müller per Eigentor und Nick Proschwitz sicherten den Ostwestfalen den Erfolg. «Wir wollen nicht auf Understatement machen. Wir freuen uns, da oben dabei zu sein. Die Tabelle lügt nach 14 Spieltagen nicht», äußerte SC-Trainer Roger Schmidt. In den hinteren Tabellengefilden schaffte der Karlsruher SC gleich doppelt Fakten: Erst mit seinem ersten Zweitliga-Erfolg seit dem 7. August - am Sonntag kurz nach dem 3:2 über Ingolstadt dann durch die Verpflichtung eines Nachfolgers für den vor knapp einer Woche geschassten Ex-Trainer Rainer Scharinger. Der Norweger Jörn Andersen soll die abgerutschten Badener aus der Abstiegszone wieder nach oben führen. «Ich bin überzeugt, dass er der Richtige sein wird», bekundete Sportdirektor Oliver Kreuzer. |