Braunschweig stößt Fürth vom Zweitliga-Thron
Fürth (dpa) - 31.10.2011, 22:26 Uhr
Braunschweigs Kapitän Dennis Kruppke (r) bleibt im Kopfballduell Sieger gegen Stephan Schröck. Foto: Daniel Karmann
Eintracht Braunschweig hat die Siegesserie von Greuther Fürth beendet. Die Niedersachsen stürzten die Franken mit einem 3:1 (1:0)-Auswärtssieg überraschend vom Zweitliga-Thron und machten Fortuna Düsseldorf zum neuen Spitzenreiter. Dominick Kumbela (25. Spielminute), Dennis Kruppke (52.) und Damir Vrancic (85.) schossen am Montagabend zum Abschluss des 13. Spieltages im Fußball-Unterhaus den Sieg für den Aufsteiger heraus. Olivier Occean (83.) traf für Fürth. Die «Kleeblätter» mussten die Tabellenführung erstmals nach sieben Spieltagen wieder hergeben und fielen mit 29 Punkten hinter die Fortuna (31) und Eintracht Frankfurt (29) sogar auf Platz drei zurück. Braunschweig erwies sich einmal mehr als Favoritenschreck - die Eintracht hatte in dieser Saison bereits den Tabellenvierten FC St. Pauli bezwungen. «Wir haben nicht ganz unverdient verloren und einfach zu viele Chancen vergeben. Es sollte heute einfach nicht sein», resümierte SpVgg-Manager Rachid Azzouzi. Trainer Mike Büskens war sichtlich angefressen: «Wir haben einen Gegner angetroffen, der unsere Fehler gnadenlos bestraft hat.» Das ungewöhnte Gefühl der Niederlage sei jetzt eine Gelegenheit, «sich neu zu sammeln».
Die «unaufsteigbaren» Fürther begannen zwar mit dem Rückenwind von drei Siegen am Stück engagiert und zielstrebig, spätestens nach dem 0:1-Rückstand war die Herrlichkeit im Spiel der Gastgeber aber vorbei. Dem zweikampfstarken Zweitliga-Neuling reichte eine gute Defensivleistung gepaart mit schnellen Kontern zum Sieg. «Ihre schnellen Vorstöße sind sehr gefährlich, das haben wir nun leidvoll erfahren müssen», meinte Azzouzi. Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht war voll des Lobes: «Meine Jungs haben heute alles aus sich herausgeholt. Wir waren äußerst effektiv.» Nur zu Beginn konnte Büskens Team die gelbe Braunschweiger Abwehrmauer mehrmals überwinden. Allein in den ersten zehn Minuten vergaben die Franken vor rund 9000 Zuschauern in der Trolli Arena drei hochkarätige Möglichkeiten. Schon nach 180 Sekunden ließ das sonst so effektive Sturmduo um Olivier Occean und Christopher Nöthe eine Doppelchance liegen, kurz darauf scheiterte Rechtsaußen Sercan Sarerer nach einem feinen Kabinettstückchen im Strafraum knapp (7.). |