Vierkampf um Herbstmeisterschaft - Zebras am Boden
München (dpa) - 30.10.2011, 15:56 Uhr
Mit einem Luftsprung feiert der Düsseldorfer Sascha Rösler seinen zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer zum 1:1. Foto: Alfred Harder
Erleichterung beim FC St. Pauli, neuer Jubel bei Fortuna Düsseldorf: Das Rennen um die Herbstmeisterschaft in der 2. Fußball-Bundesliga entwickelt sich im Endspurt auf das Finale der Hinrunde endgültig zum Vierkampf. Kurs hielt Düsseldorf, das beim FSV Frankfurt dank toller Aufholjagd mit 5:2 (1:2) siegte. Dagegen konnte am 13. Spieltag Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt beim 1:1 (0:0) beim FC Ingolstadt nur mit viel Glück die erste Liga-Niederlage abwenden. Greuther Fürth kann am Montag mit einem Sieg im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig wieder die Tabellenführung übernehmen. Moral bewies Düsseldorf. Zwei Mal lagen die Rheinländer durch die Tore von Zafer Yeelen (13. Minute) und Macauley Chrisantus (20.) hinten, doch am Ende jubelte nur Fortuna. Sascha Rösler mit seinen Saisontoren acht und neun (16./55./Foulelfmeter), Sascha Dum (66.) und Maximilian Beister (82./85.) stellten den Sieg des Aufstiegsanwärters sicher. «Die Mannschaft hat sich zur Halbzeit fest vorgenommen, das Spiel noch umzubiegen», erklärte Sportdirektor Wolf Werner das Erfolgsrezept für Durchgang zwei.
Vier Tage nach dem bitteren Pokal-Aus vermied Eintracht Frankfurt in Ingolstadt nur knapp den nächsten Tiefschlag. Ingolstadts Stefan Leitl sorgte (73.) für Kopfschütteln bei Eintracht-Coach Armin Veh. Doch Karim Matmour sicherte den Hessen in der Nachspielzeit (90.+6) noch einen Punkt. «Wir geben nie auf«, sagte Eintracht-Keeper Oka Nikolov. «Und heute hat es kurz vor Schluss mit viel Glück noch geklappt.» Neben Fürth und Düsseldorf dürfte auch Bundesliga-Absteiger St. Pauli den Ausrutscher von Frankfurt mit Freude aufgenommen haben. Nach der Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen meisterte der Kiez-Club seine Auswärtshürde bei Union Berlin. Deniz Naki (63.) und Markus Thorandt (77.) machten den 2:0-Sieg perfekt. Mit dem Spitzen-Quartett mithalten kann allein der SC Paderborn. Die Ostwestfalen machten mit dem 1:0 gegen Erzgebirge Aue den siebten Saisonsieg perfekt und halten als Fünfte Tuchfühlung zu den Topteams. |