18 September: In der Berliner Senioren-Landesliga zwischen Medizin Friedrichshain und dem TSV Helgoland wird Schiedsrichter Gerald Bothe schwer verletzt. Nach einem Faustschlag eines Spielers, der Gelb-Rot gesehen hatte, verschluckt er seine Zunge. Ein anderer Spieler, der Sanitäter ist, rettet ihn. Bothe hat zwei Blutgerinnsel im Kopf. 26. September: In der Zweitliga-Partie Dynamo Dresden - Frankfurt entrollen Eintracht-Anhänger ein großes Banner mit der Aufschrift «Bomben auf Dynamo». Die Fans spielten damit auf die Zerstörung Dresdens bei den Bombenangriffen im Februar 1945 mit rund 25 000 Toten an. «Das ist unfassbar und kopflos. Eine Verunglimpfung all derer, die die Wirren des Krieges erlebt haben», sagt Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann. Der DFB ermittelt. 30. September: Christian Hock, Trainer des Regionalligisten Hessen Kassel, berichtet über Morddrohungen via Internet. «So etwas habe ich mir nie vorstellen können. Wir machen das hier, weil wir Fußball lieben, weil wir Fußball spielen wollen und weil wir Fußball leben», sagt der 41-Jährige. «Ich als Familienvater kann so etwas absolut nicht tolerieren und nur auf das Schärfste verurteilen.» Im Training ist ein Sicherheitsbeamter vor Ort, die Polizei ermittelt. 2. Oktober: Beim A-Jugend-Spiel TuS Dotzheim - VfR Wiesbaden wird dem 17 Jahre alten Schiedsrichter Daniel Neugebauer mit der Faust ein Zahn ausgeschlagen. Übeltäter ist ein VfR-Spieler, der die Rote Karte erhalten hatte. Der Referee rettet sich in die Kabine, dabei versucht ihn ein weiterer Spieler zu treten. 9. Oktober: Bei zwei Kreisliga-Spielen in Dortmund kommt es zu Schlägereien. Ein aus Guinea stammender 19-jähriger Spieler des TSC Eintracht Dortmund wird mit fremdenfeindlichen Sprüchen und nach dem Abpfiff von gegnerischen Spielern mit Tritten und Faustschlägen attackiert. Auf dem Fußballplatz des TuS Eichlinghofen prügeln sich Spieler, Trainer und Betreuer - nach Polizeiangaben bis zu 25 Personen.
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