Dresden feiert Zweitliga-Aufstieg in Osnabrück
Osnabrück (dpa) - 24.05.2011, 23:18 Uhr
Dresdens Dani Schahin ist nach seinem Tor in der Verlängerung nicht mehr zu halten.
Ausgelassener Jubel bei Dynamo Dresden, Tränen beim VfL Osnabrück: Dank der Treffer von Torjäger Dani Schahin (94. Minute) und Robert Koch (119.) in der Verlängerung des Relegations-Rückspiels hat der sächsische Drittligist den Aufstieg in die 2. Liga erkämpft. Dynamo setzte sich nach dem 1:1 im Hinspiel mit 3:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung in Osnabrück durch, kehrt damit nach fünf Jahren in die Zweitklassigkeit zurück und stürzte den VfL nach nur einem Jahr zurück in die 3. Liga. Für die niedersächsische Fahrstuhlmannschaft ist es schon der vierte Abstieg seit 2001. Für die Sachsen hatte vor 16 600 Zuschauern in der ausverkauften Osnatel-Arena Christian Fiel (61.) das Hinspielergebnis egalisiert. Jan Mauersberger hatte den VfL kurz vor der Pause in Führung gebracht. Als Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer die hektische Partie rund 15 Sekunden zu früh abpfiff, ging es im Stadion plötzlich hektisch zu: Polizisten prügelten sich mit Dynamo-Fans, Kinhöfer flüchtete in die Kabine. Doch die Spieler aus Dresden hatten sich den Sieg verdient. «Ich freue mich unheimlich für die Mannschaft und die ganze Region», jubelte Dynamo-Trainer Ralf Loose. «Knipser» Schahin war überglücklich: «Ich kann es gar nicht realisieren. Jetzt steht 'ne Feier an. Schöne Grüße nach Hause!»
Die Osnabrücker wählten die mutige Variante - doch dies wurde nicht belohnt, weil die Platzherren zum Schluss stark abbauten und sich Dynamo deutlich steigerte. Osnabrück spielte trotz des 1:1 im Rücken nicht auf Sicherheit, sondern stürmte von Beginn an. Mit dem starken Sebastian Tyrala als Antreiber setzten sie Dynamo unter Druck. In der hektischen halben Stunde nach dem Ausgleich gelang den Osnabrückern allerdings nicht mehr viel. Im Blickpunkt stand lange Dynamo-Torhüter Benjamin Kirsten, der in Osnabrück einen unruhigen Abend hatte. Der Sohn des ehemaligen Nationalstürmers Ulf Kirsten hatte mehrfach die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Bei den Chancen des agilen Alexander Schnetzler durch einen Flugkopfball (28.) und einen Freistoß (26.) parierte er ebenso glänzend wie bei Tyralas Schuss aus kurzer Distanz (43.). Chancenlos war er aber beim Kopfballtor des aufgerückten Innenverteidigers Mauersberger nach einer Ecke. |