Aufstieg ganz nah - Rettig: «Augsburg muss beben»
Cottbus (dpa) - 03.05.2011, 12:39 Uhr
Augsburgs Manager Andreas Rettig (l) beruhigt nach dem Abpfiff den wütenden Axel Bellinghausen.
Jos Luhukay kennt die Situation bestens. Ein einziger Schritt fehlt dem niederländischen Trainer und seinem Club FC Augsburg noch, um als 51. Verein in der Geschichte der Bundesliga zum Kreis der deutschen Fußball-Elite zu gehören. «Ich weiß, was jetzt in den Köpfen der Spieler vorgeht», sagte Luhukay nach dem 1:1 bei Energie Cottbus, das dem FCA die Erstliga-Tür weit offen ließ. «Ich bin froh, dass wir der Drucksituation standgehalten haben», kommentierte der Augsburg-Coach erleichtert das Remis. Luhukay will in den wenigen Tagen bis zum Heimspiel am Sonntag gegen den FSV Frankfurt alles Wenn und Aber von seinen Profis fernhalten. Alle Ausblicke auf Feierlichkeiten blockt er ab. Als Assistenztrainer des 1. FC Köln und als Chefcoach von Borussia Mönchengladbach hat der 47-Jährige schon reichlich Erfahrung mit der Extremsituation gesammelt. «Für uns ist es jetzt nicht so einfach. Wir müssen uns total fixieren und professionalisieren», forderte Luhukay schon kurz nach dem Match in Cottbus.
Drei Punkte und 21 Tore steht Augsburg als Tabellenzweiter der 2. Bundesliga vor dem Dritten Bochum. Ein «Dreier» am Sonntag würde praktisch reichen. «Ab sofort gilt unsere ganze Konzentration dem kommenden Sonntag. Da muss ganz Augsburg beben», erklärte Manager Andreas Rettig nach den 90 nervenaufreibenden Minuten in Cottbus. Die Partie in der Lausitz zeigte die Gefahren. «Im Laufe des Spiels haben wir die Präzision verloren», gestand Kapitän Uwe Möhrle, der wie Stephan Hain und Simon Jentzsch schon sein Bleiben in Liga eins vertraglich besiegelt hat. Nach der Elfmeter-Führung durch Nando Rafael (16. Minute), der sein 14. Saisontor erzielte, und 30 souveränen Minuten ließen sich die Augsburger von der Wucht der Cottbuser und dem Ausgleich durch Emil Jula (51.) noch beeindrucken. |