Seit einem dramatischen öffentlichen Rettungsappell der «Löwen»-Bosse vor zwei Wochen werden immer neue Rettungspakete diskutiert sowie Ängste und Hoffnungen geschürt. Es werden nach wie vor auch Lösungen mit Hilfe verschiedener Banken und dem Lokalrivalen FC Bayern gehandelt. Der deutsche Rekordmeister will seinen ungeliebten Arena-Mieter, dem er schon Zahlungen in Millionenhöhe gestundet hat, aus Eigennutz nicht verlieren. Bayern-Präsident Uli Hoeneß würde auch einen Investoreneinstieg begrüßen: «Wenn das jetzt klappen sollte, wäre endlich mal ein einziger Geldgeber da», sagte Hoeneß der «SZ». 1860 müsste sich dann nicht mehr mit zahlreichen Gläubigern herumschlagen, sondern könnte «endlich mal die Zukunft planen». Die «Bild»-Zeitung berichtete von einer Rettung durch den Einstieg eines europäischen Wettanbieters. Die Uhr tickt - spätestens am Wochenende muss der Verein den Überlebenskampf gewinnen. Man wolle «keine Wasserstandsmeldungen» mehr zu seinen Bemühungen abgeben, kündigte der Club an. Präsident Schneider gab vorab im «Münchner Merkur» aber die Richtung vor - sie lautet hopp oder top: «Entweder wir schaffen es zu null oder zu 100 Prozent - dazwischen gibt es nichts.» Man befinde sich in der «Nachspielzeit», erklärte Schneider zum bestehenden Zeitdruck. Die Profis müssen sich derweil auf ihren nächsten sportlichen Einsatz an diesem Sonntag in Aachen vorbereiten. Die Konzentration auf den Fußball-Alltag fällt jedoch schwer. «Jeder hat bei uns nur im Kopf, wie es weitergeht», bestätigte Trainer Reiner Maurer. «Ein jeder zittert und hofft», erklärte Torjäger Benjamin Lauth.
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