Zum zweiten Mal in der Club-Geschichte hat Fußball-Zweitligist Hertha BSC am 15. November eine Inhaberschuldverschreibung im Gesamtvolumen von 6 Millionen Euro ausgegeben.
Wie 2004, als Herthas erste Fan-Anleihe auf den Markt kam, können sowohl effektive Stücke als auch Papiere für das Depot erworben werden. «Die Anleihe ist ein innovatives Finanzinstrument, ein ideales Weihnachtsgeschenk für unsere Fans», sagte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller.
Die Anleihe ist in drei Varianten erhältlich. Auf der 100-Euro-Anleihe sind Nachwuchsfußballer, auf der 500-Euro-Anleihe Fotos der Spieler aus dem Lizenzspieler-Kader abgebildet. Und auf der 1892-Euro-Anleihe sind besondere Momente der Club-Geschichte festgehalten.
Die Anleihe bietet bei einer Laufzeit von 6 Jahren einen festen Zinssatz von 5 Prozent. Hertha will laut Schiller mit Hilfe der Anleihe Kredite in Höhe von 4,2 Millionen Euro zurückzahlen und die Liquidität stärken. Mit der Sicherung der Finanzierung für die laufende Saison habe die Anleihe nichts zu tun. Schiller räumte aber ein, dass die Gesamtverbindlichkeiten leicht steigen. In Berliner Medien war spekuliert worden, dass die Schulden des Zweitligisten mit der Anleihe bis auf 38 Millionen Euro steigen könnten.