Nothelfer Lienen und Möhlmann legen los
München (dpa) - 11.11.2010, 12:41 Uhr
Ewald Lienen träumt davon mit Bielefeld 15 Punkte bis zur Winterpause zu holen.
Neue Trainer - neues Glück? Die Routiniers Ewald Lienen und Benno Möhlmann starten ihre erhoffte Rettungsmission in der 2. Fußball-Bundesliga bei den abgeschlagenen Kellerkindern Arminia Bielefeld und FC Ingolstadt. Schon das erste Spiel, immerhin mit Heimvorteil, ist für das Duo am 12. Spieltag richtungsweisend. «Der Klassenerhalt ist unser Ziel», sagte Bielefelds Nothelfer Lienen vor der Partie gegen den VfL Osnabrück. Das gilt genauso für den ebenfalls 56 Jahre alten Möhlmann. Ein Drei-Punkte-Auftakt im Heimspiel gegen den SC Paderborn ist fast schon Pflicht: «Es muss Ziel sein, am Ende der Saison nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben», kündigte Möhlmann an. Die Aufgabe für die beiden erfahrenen Fußballlehrer ist schwer, mit jeweils nur vier Punkten liegen ihre Vereine einträchtig auf den Abstiegsrängen. Und der Abstand zum Relegationsplatz 16 beträgt bereits fünf Zähler. Für Lienen ist bei seinem Job in Bielefeld als ehemaliger Spieler der Arminia auch viel Herzblut mit im Spiel. Man müsse in den sechs Partien bis zur Winterpause «so viele Punkte wie möglich holen, um in der Rückrunde voll angreifen zu können». Eine Zahl nannte der Nachfolger des entlassenen Christian Ziege auch: «15 Punkte bis zur Pause wären natürlich ein Traum.» Ein kühner Plan.
In Ingolstadt soll Möhlmann für jene Wende sorgen, welche die Verantwortlichen Michael Wiesinger nicht mehr zugetraut hatten. «Natürlich werden die Spieler durch den Trainerwechsel neue Motivation erhalten», sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Jackwerth. Der Punktestand ist alarmierend, aber die Hoffnung hat Jackwerth absolut nicht aufgegeben: «Die Leistungen der Mannschaft in den letzten Wochen haben gezeigt, dass sie in diese Liga gehört.» Schon am Freitagabend steht in Karlsruhe die Heimpremiere von Interimscoach Markus Kauczinski auf dem Programm. Nach dem Punkt zum Einstand auswärts in Osnabrück (0:0) möchte er gegen Erzgebirge Aue «gewinnen», aber das wird schwer. Dem Überraschungsteam aus Aue winkt sogar der Sprung an die Spitze, denn der punktgleiche Tabellenführer Hertha BSC spielt erst am Montag gegen den VfL Bochum. |