Erste Niederlage für Hertha - 1860 München siegt
München (dpa) - 07.11.2010, 15:52 Uhr
Paderborns Edmond Kapllani (l) freut sich mit Elfmetertorschütze Markus Krösche.
Erste Pleite für die «alte Dame». Ein düsteres Wochenende erlebte auch Spitzenreiter Hertha BSC am 11. Spieltag: Beim SC Paderborn verlor der Bundesliga-Absteiger mit 0:1 (0:0) und musste damit die erste Liga-Niederlage hinnehmen. Den vierten Sieg in Serie wollte Hertha BSC eigentlich am Sonntag bejubeln, doch in Ostwestfalen gab es für die Mannen von Trainer Markus Babbel nichts zu holen. Vor allem in der ersten Halbzeit spielten fast nur die Hausherren, ließen aber eine Chance nach der anderen aus. Dennoch war die verdiente Niederlage der Hertha am Ende unglücklich: Erst sah Adrian Ramos zu Unrecht (63.) die Rote Karte, dann verwandelte Markus Krösche (64.) den fälligen Strafstoß. «Entscheidend war die Schiedsrichterleistung», grantelte Hertha-Coach Babbel. «Ein Mann war auf dem Platz, der uns nicht wohlgesonnen war.» Punktgleich mit Hertha ist nun das Überraschungsteam von Erzgebirge Aue. Marc Hensel erlöste den Neuling gegen Fortuna Düsseldorf und traf kurz vor Schluss zum 1:0. «Wir haben nicht gut Fußball gespielt», gestand Aues Coach Rico Schmitt danach - und stapelte weiter tief: «Wir wollen auch in der kommenden Saison 2. Bundesliga spielen.» Anschluss an die beiden Top-Teams hielt der MSV Duisburg, der im Verfolger-Duell Greuther Fürth 2:0 besiegte.
Seinen Vormarsch setzte 1860 München mit dem 2:1 (1:1) gegen Alemannia Aachen fort. Alexander Ludwig (23.) und Benjamin Lauth (82.) trafen für die «Löwen», Benjamin Auer (8.) war für die Gäste erfolgreich. «Nach dem Punktabzug sind wir jetzt wieder Sechster», freute sich 1860-Coach Reiner Maurer. In letzter Sekunde machte Doppel-Torschütze Karim Benyamina den 2:1-Heimsieg von Union Berlin gegen Rot-Weiß Oberhausen perfekt. Felix Luz brachte die Gäste in Front (30.), Benyamina glich kurz vor der Pause (43.) aus - und traf in der Nachspielzeit zum umjubelten Siegtreffer. Über einen Lichtblick durfte sich Bundesliga-Absteiger VfL Bochum beim 1:0 gegen den FSV Frankfurt freuen. «Hätten wir nicht gewonnen, wäre der Abstand nach oben riesig geworden», betonte VfL- Kapitän Christoph Dabrowski.
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