Kandidat Nummer eins bleibt Otto Rehhagel, der wieder in Deutschland eingetroffen ist. «Auf Grund seiner Erfolge kommt man an ihm nicht vorbei», sagte Beckenbauer. Rehhagels Vertrag in Griechenland läuft allerdings noch bis 2006. Der 65-Jährige, der angeblich in Düsseldorf mit Mayer-Vorfelder zusammentreffen sollte, wollte sich zu den Spekulationen um seine sportliche Zukunft nicht äußern. Nach Aussage von Jannis Oikonomidis, Generalsekretärs des griechischen Fußball-Verbandes (EPO), habe Rehhagel in einem Gespräch vor seiner Abreise aus Athen beteuert, seinen Vertrag beim Europameister erfüllen zu wollen. Auch EPO-Präsident Vasilis Gagatsis geht davon aus, dass der frühere Bundesliga-Coach in Griechenland bleibt. «Es ist absolut verständlich, dass der DFB Rehhagel haben will. Für uns ist das eine Ehre, aber kein Thema», sagte Gagatsis. Vier bis fünf Fußball-Lehrer stehen auf der Kandidatenliste des DFB, darunter auch ausländische Kandidaten wie Arsene Wenger von Arsenal London und Guus Hiddink (PSV Eindhoven). Beide sprechen deutsch und erfüllen damit das einzige von Mayer-Vorfelder vorgegebene Kriterium. Immerhin 64 Prozent der deutschen Fußball-Fans können sich einen Trainer aus dem Ausland vorstellen. Dies ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins «Stern». «Wir werden in Ruhe beraten. Vorher werde ich mich zu diesem Thema öffentlich überhaupt nicht äußern», wiegelte der gemeinsam mit Beckenbauer, Mayer-Vorfelder und Generalsekretär Horst R. Schmidt mit der Trainersuche beauftragte Liga-Präsident Werner Hackmann alle Anfragen ab.
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