«Dem Trainer gebührt der größte Anteil an diesem historischen Sieg. Er hat uns immer stark geredet und an unsere Fähigkeiten geglaubt», sagte Matchwinner Angelos Charisteas, der mit seinem entscheidenden Treffer zum 1:0 über Frankreich schon den Titelverteidiger im Viertelfinale entthront hatte. Der 24-jährige Stürmer vom deutschen Meister und Pokalsieger Werder Bremen stellte in seiner grenzenlosen Euphorie fest: «Wer Portugal zwei Mal geschlagen hat und auch Spanien, Frankreich und Tschechien aus dem Wettbewerb geworfen hat, muss die beste Mannschaft Europas sein.» Der Architekt des griechischen Märchens machte dagegen in Bescheidenheit, was bei seiner gelegentlich an den Tag gelegten Selbstherrlichkeit nicht selbstverständlich ist. «Ich habe keine Tore geschossen, das haben meine Spieler gemacht. Ich habe ihnen nur Ratschläge gegeben, die sie mit toller Einsatzbereitschaft, Kampfkraft, Spielfreude und vor allem Disziplin vorbildlich in die Tat umgesetzt haben», sagte Rehhagel. Nicht nur Charisteas «hofft, dass er unser Trainer bleibt». Insistierenden Fragen nach seiner nahen Zukunft blieb der als Nachfolger des zurückgetretenen DFB-Teamchefs Rudi Völler ins Gespräch gebrachte Rehhagel in der Stunde des Triumphs mehrfach jegliche Antwort schuldig. «Es wäre fatal, jetzt über andere Dinge als über mein Jungs zu reden. Sie haben das Recht, dass man sich jetzt nur um sie kümmert», meinte Rehhagel ausweichend. Eine Verpflichtung des offensichtlich aussichtsreichsten Kandidaten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Vorbereitung auf die WM 2006 in Deutschland könnte indessen schon am Veto des griechischen Fußball-Verbandes scheitern. Dessen Präsident Vasilios Gagatsis sagte der «Bild»-Zeitung: «Wir haben erst kürzlich seinen Vertrag bis 2006 verlängert. Er bleibt bis 2006 griechischer Nationaltrainer. Ende der Diskussion.»
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