Rehhagel beteiligt sich nicht an Spekulationen
Lissabon (dpa) - 24.06.2004, 22:51 Uhr
Otto Rehhagel gibt den griechischen Spielern Anweisungen.
Otto Rehhagel will sich nicht an den Spekulationen um die Nachfolge von Rudi Völler als Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beteiligen. «Bevor ich nicht mit Rudi gesprochen habe, werde ich das nicht kommentieren», sagte der griechische Nationaltrainer im ZDF zum Rücktritt seines ehemaligen Spielers. Er habe zu «Rudi ein ganz besonderes Verhältnis. Er ist mein Freund». Rehhagel forderte eine genaue Analyse nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Portugal und Überlegungen, «was wir 2006 besser machen können». Das 1:2 des DFB-Teams gegen Tschechien hatte der 65-jährige ehemalige Bundesliga-Trainer genau beobachtet: «Ich habe mit heißem Herzen dagesessen. Wir mussten das Spiel eigentlich gewinnen.»
Rehhagel wurde nach dem Rücktritt Völlers vom Posten des Teamchefs als einer der Nachfolge-Kandidaten gehandelt. Er hat allerdings noch einen Vertrag bei den Griechen bis 2006. Unterdessen hat sich Christoph Daum zurückhaltend über eine mögliche Nachfolge Völlers geäußert. «Ich habe zu jeder Zeit den deutschen Fußball unterstützt und bin auch jetzt dazu bereit, im Rahmen meiner Möglichkeiten, meinen Beitrag zu leisten», sagte Daum im «RTL-Nachtjournal». Er schränkte allerdings ein: «Ich habe einen gültigen Vertrag mit Fenerbahce Istanbul für die nächste Spielzeit. Daran hat sich auch durch das Ausscheiden der deutschen Mannschaft nichts geändert.» Nach dem Ausscheiden der Deutschen bei der EM vor vier Jahren und dem damaligen Rücktritt von Erich Ribbeck war der 50-Jährige schon einmal als Bundestrainer im Gespräch gewesen. Wegen seiner Kokainaffäre musste er jedoch auf das Amt verzichten. Er wurde durch Völler ersetzt.
|