Ein Freistoß von Dzenifer Marozsen (50.) verfehlte ebenso knapp das Ziel wie zwei Versuche von Popp (53./76.). Am Ende blieb es beim hart erkämpften 2:0-Sieg, bei dem die Nigerianerinnen in ihrem ersten Finale dem Favoriten vor allem in der ersten Hälfte das Leben schwer machten. Südkorea hatte sich zuvor Platz drei gesichert. Die Asiatinnen gewannen das «kleine Finale» durch das achte Turniertor von Ji So-Yun (49.) mit 1:0 (0:0) gegen den WM-Debütanten Kolumbien. Der DFB-Nachwuchs bestach bei den sechs WM-Siegen durch Offensivgeist, Siegeswillen und sympathisches Auftreten. Theo Zwanziger freute sich auf der Tribüne mit der Elf, die Appetit auf die Titelkämpfe im kommenden Jahr machte. «Das ist ein schöner Vorbote für 2011», sagte der DFB-Präsident. Voll des Lobes war auch Weltverbandspräsident Joseph Blatter. «Es war eine nahezu perfekte Veranstaltung, eine gelungene Generalprobe. Und ich bin überzeugt, dass das WM-Turnier 2011 noch besser wird», schwärmte der FIFA-Chef, der dem Siegerteam gemeinsam mit Franz Beckenbauer den Pokal überreichte. Angeführt von Spielführerin Marina Hegering reckte das Team die glänzende Trophäe unter dem Jubel der Fans um 17.15 Uhr in den Himmel. Sportlich hat Blatter schon die U 20-WM beeindruckt, bei der erstmals vier Teams aus vier Kontinenten in den Halbfinals standen. Von der Frauen-WM verspricht sich Blatter nochmals eine Steigerung. «Auf einem Kontinent wie Europa, in dem der Männer-Fußball dominiert, wird die Frauen-WM 2011 ein Meilenstein.»
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