Südkorea hatte sich zuvor Platz drei gesichert. Die Asiatinnen gewannen das «kleine Finale» durch das achte Turniertor von Ji So-Yun (49.) mit 1:0 (0:0) gegen den WM-Debütanten Kolumbien. Der DFB-Nachwuchs bestach bei den sechs WM-Siegen durch Offensivgeist, Siegeswillen und sympathisches Auftreten. Theo Zwanziger freute sich auf der Tribüne mit der Elf, die Appetit auf die Titelkämpfe im kommenden Jahr machte. «Das ist ein schöner Vorbote für 2011», sagte der DFB-Präsident. Voll des Lobes war auch Weltverbandspräsident Joseph Blatter. «Es war eine nahezu perfekte Veranstaltung, eine gelungene Generalprobe. Und ich bin überzeugt, dass das WM-Turnier 2011 noch besser wird», schwärmte der FIFA-Chef, der dem Siegerteam gemeinsam mit Franz Beckenbauer den Pokal überreichte. Angeführt von Spielführerin Marina Hegering reckte das Team die glänzende Trophäe unter dem Jubel der Fans um 17.15 Uhr in den Himmel. Sportlich hat Blatter schon die U 20-WM beeindruckt, bei der erstmals vier Teams aus vier Kontinenten in den Halbfinals standen. Von der Frauen-WM verspricht sich Blatter nochmals eine Steigerung. «Auf einem Kontinent wie Europa, in dem der Männer-Fußball dominiert, wird die Frauen-WM 2011 ein Meilenstein.» Auch der DFB und das Organisationskomitee zogen eine positive Bilanz des WM-Testlaufs und freuten sich über einen Rekord: Insgesamt 397 385 Zuschauer (12 418 im Durchschnitt) verfolgen die 32 Spiele in Augsburg, Bielefeld, Bochum und Dresden. Die bisherige Bestmarke von 351 309 Fans bei der U 20-WM 2008 in Chile wurde klar übertroffen. «Das beweist, wie hoch das Interesse am Frauenfußball in Deutschland ist. Diese tolle Resonanz ist ein starkes Signal für die WM 2011», sagte OK-Chefin Steffi Jones. Vor allem die Meinert-Elf erwies sich als Magnet. 125 609 Fans (Schnitt: 20 934) sahen die sechs Spiele der DFB-Elf. «Ich bin stolz und glücklich, dass es so gelaufen ist. Wir haben fast alles richtig gemacht», meinte Jones.
 |