DFB-Elf greift nach WM-Titel: Finale gegen Nigeria
Bochum (dpa) - 29.07.2010, 20:34 Uhr
Die deutschen Spielerinnen jubeln nach der 1:0-Führung.
DFB-Präsident Theo Zwanziger jubelte «überglücklich», und die deutschen Jung-Fußballerinnen feierten nach dem 5:1 (2:0)-Halbfinalsieg gegen Südkorea eine ausgelassene WM-Party auf dem Rasen. Nach der Gala-Vorstellung greift die Mannschaft von Maren Meinert bei der U 20-Weltmeisterschaft im eigenen Land am 1. August gegen Nigeria nach der WM-Krone. «Ich bin überglücklich. Ich habe mich riesig gefreut. Jetzt haben wir in Bielefeld ein schönes Endspiel», sagte Zwanziger, der auf der Tribüne in Bochum kräftig mitfieberte. «Das ist ein schöner Vorbote für die Frauen-WM 2011.» Vor 18 217 begeisterten Zuschauern schossen Svenja Huth (13.), Kim Kulig (26./53.) und Alexandra Popp (49./66./Handelfmeter) mit ihrem achten und neunten Turniertreffer den verdienten Erfolg für das DFB-Team heraus, das zum zweiten Mal nach 2004 in Thailand den Nachwuchstitel holen kann. Die Südkoreanerin Ji So-Yun (64.), die am 1. August in Bielefeld mit ihrer Elf im Spiel um Platz drei gegen Kolumbien antritt, schraubte ihre Ausbeute auf sieben WM-Tore. Im Kampf um den «Goldenen Schuh» blieb sie der Duisburgerin Popp damit auf den Fersen. «Das ist mir egal, Hauptsache wir holen den Titel», sagte die 19-Jährige gelassen.
«Es war unser Traum, ins Finale einzuziehen. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft und der Art und Weise, wie sie aufgetreten ist», sagte Meinert. «Sicherlich sind wir auch im Finale gegen Nigeria Favorit. Aber ich denke, mit der Rolle können wir gut umgehen. Wir wollen Weltmeister werden», betonte die DFB-Trainerin. Im zweiten Halbfinale setzten sich die Afrikanerinnen in Bielefeld dank des Tores von Ebere Orji (2.) mit 1:0 gegen den WM-Neuling Kolumbien durch. Mit derselben Startformation wie im Viertelfinale gegen Nordkorea (2:0) setzte die deutsche Elf den Gegner von Beginn an unter Druck. Und erspielte sich wie beim 3:0-Testspielsieg Anfang Juni gegen Südkorea gute Chancen. Die agile Sylvia Arnold (7./11.) verpasste zwar zunächst die Führung, doch schon der dritte Versuch saß: Nach einer weiten Flanke von Tabea Kemme war die Frankfurterin Huth (13.) zur Stelle und ließ Torhüterin Moon So-Ri aus kurzer Distanz keine Abwehrmöglichkeit. |