Mit der Führung im Rücken kontrollierte Deutschland das Geschehen. Popp und Dzsenifer Marozsan hätten noch vor der Pause erhöhen können, doch ihre Weitschüsse streiften knapp am Tor vorbei. Die Abwehr um Marith Prießen und Kristina Gessat wurde von den technisch guten, aber körperlich unterlegenen Koreanerinnen selten gefordert. Auch von der hochgelobten Stürmerin Ji So-Yun war bis zu ihrem Tor wenig zu sehen. Im Gegenteil: Die Duisburger Torjägerin, bisher in jedem Spiel erfolgreich, setzte ihre Serie fort und bleibt erste Anwärterin auf den «Goldenen Schuh». Kurios kam Popps zweites Tor per Strafstoß zustande, nachdem eine koreanische Spielerin einen von der Latte zurückspringenden Ball mit den Händen einfach aufgefangen hatte. Vor dem Anpfiff gedachten die Mannschaften und Zuschauer mit einer Schweigeminute der Opfer der Loveparade am vergangenen Samstag in Duisburg. «Uns allen war es ein tiefes Bedürfnis, unsere Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen», sagte OK-Präsidentin Steffi Jones.
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