Deutsche U 20-Frauen nach 4:1 WM-Gruppensieger
Augsburg (dpa) - 20.07.2010, 16:43 Uhr
Alexandra Popp (r) machte mit drei Toren gegen Frankreich ihr Hattrick perfekt.
Torjägerin Alexandra Popp hat die deutschen Fußballerinnen bei der U 20-Weltmeisterschaft zum Gruppensieg geschossen. Beim souveränen 4:1 (2:0)-Erfolg gegen Frankreich im letzten Vorrundenspiel vor 26 243 Zuschauern in Augsburg war die Stürmerin des FCR Duisburg mit einem Dreierpack (10./35./60. Minute) die herausragende Spielerin in der offensivstarken DFB-Auswahl und erhöhte ihre WM-Ausbeute auf sechs Tore. Das vierte Tor markierte Dzsenifer Marozsan (73.). Im Viertelfinale am Samstag in Bochum trifft der deutsche Nachwuchs auf Nordkorea. Der Weltmeister von 2006 verspielte mit der 2:3-Niederlage gegen Schweden Platz eins in der Gruppe B. Als Sieger der Gruppe B spielt Schweden in Bielefeld gegen Kolumbien um den Einzug ins Halbfinale. Die Südamerikanerinnen sicherten sich mit dem 3:0 gegen Costa Rica Platz zwei in der deutschen Gruppe. Im zweiten Spiel der Gruppe B in Dresden verabschiedete sich Brasilien mit einem 4:1 gegen Neuseeland von der WM.
«Wir wollten Gruppensieger werden, ein gutes Spiel zeigen und attraktiv nach vorne spielen. Das ist uns gelungen, und vier Tore sprechen für sich», stellte Bundestrainerin Maren Meinert nach dem überzeugenden Sieg gegen Frankreich zufrieden fest. Alexandra Popp strahlte, nachdem sie maßgeblich zum Sieg beigetragen hatte. «Aber das waren nicht meine ersten drei Tore in einem Spiel», erzählte die 19-Jährige, die im Verein linke Außenverteidigerin spielt, «aber mehr nach vorne ist mir lieber, da kann sich schon mal das eine oder andere Tor machen». Mit drei Siegen zog das deutsche Team als Erster der Gruppe A in die K.o.-Runde ein. Pauline Crammer (48.) erzielte den Ehrentreffer für die Französinnen, die als Gruppendritte vorzeitig die Heimreise antreten müssen. Trainer Jean Michel Degrange trauerte einem nicht gegebenen«Wembley»-Tor von Crammer nach, «denn den Fehler der Unparteiischen haben wir teuer bezahlt. Aber Deutschland hat verdient gewonnen». |