Bochum (dpa) - 12.07.2010, 15:53 Uhr
Kehraus bei der Männer-Weltmeisterschaft in Südafrika, Startschuss für die U-20-Frauen-WM in Deutschland: Nur einen Tag nach der Rückkehr von Joachims Löws «Boygroup» starten die deutschen Nachwuchsfußballerinnen im eigenen Land ihre «Gold- Mission».
16 Mannschaften kämpfen bis zum 1. August in Bochum, Bielefeld, Augsburg und Dresden um den 3. WM-Titel. Beim «kleinen Testlauf» ein Jahr vor der Frauen-WM in Deutschland gehören die DFB-Talente zum Favoritenkreis. Die Mannschaft von Trainerin Maren Meinert will ihr eigenes, kleines Sommermärchen schreiben.
«Wir wissen, dass die WM kein Selbstläufer wird. Aber wir wollen die Euphorie aus Südafrika für unsere WM mitnehmen und die Leute mit attraktiven Fußball begeistern», versprach die 36 Jahre alte Trainerin vor dem Eröffnungsspiel am 13. Juli gegen Costa Rica im mit 22 500 Zuschauern ausverkauften Bochumer WM-Stadion. Laut Meinert, die noch um den Einsatz von Dzsenifer Marozsan bangt, steigt die Nervosität allmählich. «Die Spielerinnen sind schon angespannt. Aber die Vorfreude ist riesig und wir wollen zeigen, dass wir gut vorbereitet sind», sagte Meinert. Der Vorverkauf für die 32 Spiele läuft besser als erwartet. Wir haben bis jetzt 173 182 Tickets verkauft. Darauf sind wir stolz», verkündete DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg. Insgesamt stehen 450 000 Karten zur Verfügung.
Ihr «Chef» Theo Zwanziger hat sich aus Südafrika auf den Weg ins Ruhrgebiet gemacht, um wie FIFA-Exekutivkomiteemitglied Franz Beckenbauer der DFB-Elf zum Auftakt die Daumen zu drücken. «Die U 20- WM ist ein absolutes Highlight», sagte der «Kaiser», der als Vorsitzender der WM-Organisationskommission vom Erfolg des Turniers überzeugt ist. «Die beständig wachsende Popularität des Frauenfußballs wird diese weiter vorantreiben. Durch die Erfolge der Nationalmannschaft ist Frauenfußball besonders attraktiv und populär geworden. Ich freue mich auf eine sehr gute WM», betonte Beckenbauer.
Sein weibliches Pendant, Ok-Präsidentin Steffi Jones, glaubt an eine Signalwirkung für die Frauen-WM 2011, setzt aber auch auf den eigenen Charme des Weltfestivals der Nachwuchsstars. «Es gilt die tolle Stimmung um unsere Nationalteams zu erhalten und den positiven Trend im weltweiten Frauenfußball noch zu steigern», sagte Jones.