Neben den Zuwendungen von rund 70 000 Euro können sich beide Teams noch auf einen Nachschlag von etwa 25 000 Euro freuen. «Es gab zunächst eine Option für zwei Jahre. Wir werden nach dem Finale 2011 Bilanz ziehen und entscheiden, ob wir in Köln bleiben. «Die Stadt hat jedenfalls Großartiges geleistet.» Argumente für die Rheinmetropole gibt es reichlich. «Wenn man das hier erlebt hat, war es die richtige Entscheidung. Hier gibt es eine große Begeisterung für den Frauenfußball», sagte USV-Trainerin Heidi Vater. Sie war zurecht «stolz» auf ihre Elf: «Wir haben das Finale genossen und dazu beigetragen, dass es ein tolles Erlebnis für alle war.» Dabei war schon der Finaleinzug für den «Underdog» auf Thüringen der größte Erfolg der Clubgeschichte. Und das Team schlug sich gegen den Vizemeister und UEFA-Cup-Sieger von 2009 mehr als achtbar. Das von vielen angesichts der bisherigen Katastrophenbilanz gegen Duisburg (4 Bundesliga-Niederlagen/0:19 Tore) befürchtete Debakel blieb aus. Auch wenn der Titelverteidiger klar dominierte und beim dritte Pokal-Triumph nach 1998 und 2009 laut Trainerin Martina Voss- Tecklenburg «gefühlte 25 Chancen» ungenutzt ließ. Die Duisburger Offensivkräfte um Top-Torjägerin Inka Grings scheiterten entweder an der Latte (dreimal) oder an der überragenden Jenaer Torhüterin Jana Burmeister. Die 21-Jährige machte das Spiel ihre Karriere. «Jana hatte heute tausend Hände», lobte ihre Trainerin. «Ich war total aufgeputscht. Aber jede von uns ist an ihre Grenze gegangen», meinte Burmeister, die nur in der 51. Minute beim Kopfballtreffer von Krahn machtlos war. «Ein blödes Tor, darüber ärgere ich mich», sagte Burmeister, «trotzdem sind wir zufrieden.» Dass sich FCR-Abwehrchefin Krahn zu Beginn der 2. Hälfte so weit nach vorn wagte, war laut Voss-Tecklenburg nicht abgesprochen. «Ich hoffe, die Trainerin ist mir jetzt nicht böse. Ich habe es einfach selbst entschieden», sagte die Nationalverteidigerin mit einem Schmunzeln. «Annike hat ein feines Gespür, wann der richtige Moment gekommen ist. Ich gönne ihr so ein wichtiges Tor von Herzen», lobte Voss-Tecklenburg, die nach der Sektdusche mit ihrem Team im Kölner Restaurant «Birkenhof» bis in den frühen Morgen weiterfeierte.
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