Potsdams Fußballerinnen bejubeln vierten Titel
Potsdam (dpa) - 02.05.2010, 17:06 Uhr
Die Potsdamer Spielerinnen tanzen um die Meisterschale.
Ein Freudentanz im Mittelkreis und Sektduschen: Turbine Potsdams Fußballerinnen haben ihre vierte deutsche Meisterschaft perfekt gemacht und wollen sich nun auch noch zu Europas besten Kickerinnen krönen. Mit dem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den SC 07 Bad Neuenahr brachten die Brandenburgerinnen einen Spieltag vor Schluss die Titelverteidigung unter Dach und Fach und nahmen von DFB-Präsident Theo Zwanziger die Meisterschale in Empfang. Schon 2004, 2006 und 2009 war Potsdam vorn. «In den letzten sechs Jahren viermal deutscher Meister - Wahnsinn», sagte Trainer Bernd Schröder. Das «goldene Tor» gelang Bianca Schmidt in der 68. Minute mit ihrem ersten Saisontreffer. «Das war mein schönstes Tor. Es war befreiend und erlösend. Das werde ich morgen erst realisieren, aber das ist natürlich überwältigend», sagte die Matchwinnerin. Schröder meinte: «Es ist in diesem Jahr ein besonderer Titel, weil wir eine überragende Saison gespielt haben. Wir haben alles beherrscht in dieser Liga.»
Am 20. Mai soll das Double gelingen, dann trifft Potsdam im Champions-League-Finale im spanischen Getafe auf Olympique Lyon. «Es wäre ganz toll, wenn Ihr diesen wichtigsten europäischen Titel neben Bayern München auch noch nach Deutschland holt. Wir sind jetzt alle Fans der Turbinen», sagte Zwanziger, ehe er den Spielerinnen die Goldmedaillen umhängte. «Wir werden für Deutschland und den DFB vorlegen», versprach Schröder. Ein Jahr nach dem nervenzehrenden Fernduell mit Bayern München am letzten Spieltag spannten die «Torbienen» ihre Fans wieder auf die Folter. Erst der Kopfball von Bianca Schmidt erlöste die Zuschauer - darunter auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck und die Eltern von Eckenschützin Yuki Nagasato, die extra für die Partie aus Japan eingeflogen waren. «Die Nervosität war einfach da», gestand die im Vorjahr aus Duisburg gekommene Fatmire Bajramaj, die ihren ersten Meistertitel feierte. Die besten Chancen auf den zweiten Champions-League-Platz hat weiter der FCR Duisburg, der nach dem 5:0 (3:0) über den SC Freiburg mit drei Punkten vor dem 1. FFC Frankfurt liegt. Der Ex-Meister fertigte Absteiger Tennis Borussia Berlin 13:0 (8:0) ab. Gerettet ist der 1. FC Saarbrücken durch das 1:0 (1:0) bei der SG Essen-Schönebeck. Dem Tabellen-Vorletzten SC Freiburg verhilft nur noch ein klarer Sieg über Essen zum Klassenverbleib.
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