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Frauen-Länderspiel in Dresden abgesagt

Dresden (dpa) - 20.04.2010, 18:13 Uhr

Silvia Neid ist die Bundestrainerin der deutschen Fußball-Frauen.
Silvia Neid ist die Bundestrainerin der deutschen Fußball-Frauen.

Die deutschen Fußball-Frauen müssen auf dem Weg zur Heim-WM 2011 eine unerfreuliche Zwangspause einlegen. Das für den 22. April geplante Länderspiel in Dresden musste abgesagt werden. Grund: Kein Gegner.

Nachdem 24 Stunden zuvor der ursprüngliche Kontrahent Schweden wegen der europaweiten Flugverbote die Reise nach Sachsen nicht antreten konnte, fand sich auch zwei Tage vor dem Spieltermin kein Ersatzkontrahent. Nach einem Telefon- und Mail-Marathon mit zahlreichen Verbänden erfolgte dann die Absage. Statt des Tests blieb Ernüchterung und die Heimreise der Spielerinnen.

«Natürlich sind wir traurig, dass wir nicht spielen können. Die Begegnung wäre ein wichtiger Test im Blick auf die WM 2011 gewesen. Aber es handelt sich hier um höhere Gewalt. Ich bedauere das auch für unsere Fans», sagte DFB-Trainerin Silvia Neid. Sie hatte sich gemeinsam mit dem Team auf den ersten wichtigen Härtetest in der WM-Vorbereitung gefreut. Schon deshalb, weil die deutsche Mannschaft kein Pflichtspiel mehr bestreitet. Deshalb sollten die stärksten Gegner der Welt in der nächsten Zeit Gradmesser für den Leistungsstand der Weltmeisterinnen werden.

Schon die Absage der Schwedinnen hatte bei den deutschen Frauen gemischte Gefühle hervorgerufen. «Bockmist. So schnell geht es manchmal», sagte Ariane Hingst, die sich bei ihrem Comeback auf ein Wiedersehen mit ihren einstigen Kolleginnen aus der schwedischen Liga gefreut hatte. Doch der Optimismus war geblieben. «Egal, Hauptsache, wir spielen. Es ist doch egal, wer uns gegenüber steht. Wir wollen unser System spielen und dieses dem Kontrahenten aufdrücken, egal, wie er heißt», hatte Kapitän Birgit Prinz betont.

Der Plan B des DFB funktionierte aber nicht. «Wir haben in den vergangenen Tagen intensiv an einer Lösung gearbeitet und Kontakte zu vielen Verbänden aufgenommen. Leider war es trotzdem nicht möglich, innerhalb dieser kurzen Zeit einen Gegner für unsere Frauen- Nationalmannschaft zu finden», sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach. Unter anderem hätten die Verbände aus den Niederlanden, Frankreich, der Tschechischen Republik, Belgien, der Schweiz, Ungarn, Dänemark und Österreich abgesagt.

Dresden geht aber nicht leer aus. Nach DFB-Informationen soll nun ein Länderspiel im September im Rudolf-Harbig-Stadion der Landeshauptstadt ausgetragen werden. Die bislang verkauften 16 300 Tickets behalten dafür ihre Gültigkeit.


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