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Jones für mehr Star-Kultur - Nacktfotos erlaubt

Düsseldorf (dpa) - 15.04.2010, 12:57 Uhr

Fatmire Bajramaj könnte sich laut Steffie Jones zu einer Kultspielerin entwickeln.
Fatmire Bajramaj könnte sich laut Steffie Jones zu einer Kultspielerin entwickeln.

Steffi Jones will die deutschen Fußball- Nationalspielerinnen vor der Heim-Weltmeisterschaft 2011 noch mehr als eigenständige Persönlichkeiten in das öffentliche Bewusstsein bringen.

Dem Frauenfußball fehle «insgesamt noch ein wenig die Star- Kultur», sagte die Präsidentin des WM-Organisationskomitees in einem Interview der Tageszeitung «Die Welt».

«Die Nationalspielerinnen sind noch nicht so bekannt wie ihre männlichen Kollegen. Wir ermutigen unsere Spielerinnen, verstärkt nach außen zu treten, sich zu präsentieren und abseits des Platzes Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen, dass sie zu Stars reifen», betonte die 37-Jährige eine Woche vor dem Länderspiel der DFB-Elf in Dresden gegen Schweden.

Dabei gehe es laut Jones nicht darum, den Bekanntheitsgrad der Spielerinnen über «ständige Vergleiche mit den Männern» zu erhöhen. «Wir haben eigene Erfolge und wollen nicht im Windschatten fahren. Was wir schaffen müssen, ist, dass sich die Fußball spielenden Mädchen mit unseren Nationalspielerinnen identifizieren und sagen: "Ich bin Birgit Prinz" statt "Ich bin Michael Ballack".»

Das könne aber nur geschehen, «wenn die Fans sie immer wieder in der Öffentlichkeit sehen, und zwar als eigenständige Stars und nicht als Werbeanhängsel eines Nationalspielers». Vor allem Jüngere wie Fatmire Bajramaj, Simone Laudehr oder Kim Kulig, «die jung und hübsch sind und Spaß daran haben, das zu zeigen», traut die OK-Chefin zu, zu Stars heranzureifen. «Der deutsche Frauenfußball braucht solche Gesichter», sagte Jones.

Selbst gegen Nacktfotos, mit denen andere, zum Teil unbekannte Sportlerinnen beispielsweise im «Playboy» immer wieder vor sportlichen Großveranstaltungen Aufmerksamkeit erregen, hätte Jones im Prinzip nichts einzuwenden. Dies sei aber «die ganz persönliche Entscheidung einer jeden Einzelnen». Ihr wäre das allerdings «zu intim», so Jones.


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