Deutsches Spitzen-Duo vor schweren CL-Aufgaben
Potsdam (dpa) - 09.03.2010, 13:07 Uhr
Das deutsche Frauenfußball-Spitzenduo FCR Duisburg und 1. FFC Turbine Potsdam steht im Viertelfinale der Champions League vor schweren Aufgaben. Der «Titelverteidiger» Duisburg, der den Vorläuferwettbewerb UEFA-Cup im vergangenen Mai gewann, empfängt im Hinspiel in der MSV-Arena den FC Arsenal. Meister Potsdam muss sich auf eigenem Platz mit den norwegischen Meister und Pokalsieger Roa IL Oslo auseinandersetzen und will sich eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel eine Woche später schaffen. «Wir müssen alle unser Können aufbieten, um den Einzug ins Halbfinale zu schaffen», sagte Potsdams Trainer Bernd Schröder, der gegen die Norwegerinnen seine beste Formation aufbieten kann. Großen Respekt vor dem elfmaligen englischen Meister zeigt FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, die den Gegner aus London selbst unter die Lupe nahm. «Das ist eine ganz starke Mannschaft, die auf europäischem Top-Niveau spielt. Die Spielerinnen sind sehr athletisch und laufstark. Aber ich hoffe, es wird eine Partie auf Augenhöhe und das Ergebnis lässt uns alle Möglichkeiten offen. Wir wollen möglichst zu Null spielen und selbst ein Tor erzielen», sagte Voss-Tecklenburg vor dem Duell mit dem UEFA-Cup-Sieger 2007.
|
Nicht zur Verfügung steht allerdings Winter-Neuzugang Kozue Ando. Die japanische Stürmerin ist laut Statuten des Fußball-Weltverbandes FIFA international für den FCR nicht spielberechtigt, weil ihr Vertrag in Duisburg erst am 1. Februar begann, ein Tag nach Ende der offiziellen Wechselfrist. «Das ist natürlich schade, denn damit fehlt mir eine Alternative in der Offensive», sagte die Trainerin, die im Ausweichquartier MSV-Arena auf die Unterstützung von 8000 bis 10000 Fans hofft. So wird der Umzug vom PCC-Stadion in die MSV-Arena wohl kein Verlustgeschäft. «Bei mehr als 5000 Zuschauern arbeiten wir kostendeckend», betonte Voss-Tecklenburg. Das Rückspiel in London findet bereits am 14. März statt. Sollten sich Potsdam und Duisburg im Viertelfinale durchsetzen, träfen die beiden derzeit besten deutschen Mannschaften schon im Halbfinal (10./11. und 17./18. April) aufeinander.
|