Deutsche Frauen verlieren Finale beim Algarve-Cup
Faro/Portugal (dpa) - 03.03.2010, 19:39 Uhr
Während sich zwei US-Spielerinnen über ein Tor freuen, geht Kerstin Garfrekes (r) gedrückt über den Platz.
Faro/Portugal (dpa) - Die deutschen Fußball-Frauen haben rund 16 Monate vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land einen Dämpfer hinnehmen müssen. Im Finale um den Algarve-Cup unterlag die DFB-Auswahl Olympiasieger USA mit 2:3 (1:2). Vor 250 Zuschauern im portugiesischen Faro traf Inka Grings (40. Minute/75.) für die deutsche Elf doppelt. Carli Lloyd (18.), Abby Wambach (21.) und Lauren Cheney (69.) schossen die Tore für Rekordgewinner USA, der bereits zum siebten Mal beim Algarve-Cup triumphierte. Zuvor hatte Schweden im Spiel um den dritten Platz mit 2:0 (1:0) gegen China gewonnen. Bundestrainerin Silvia Neid hakte den verpassten Turniersieg schnell ab: «Es gab keinen Schönheitspreis zu gewinnen und nach der Pause kamen wir besser in die Zweikämpfe. Schade, dass uns das 3:3 nicht mehr gelungen ist.»
Neid hatte das Endspiel wie angekündigt erneut zu einigen Experimenten genutzt. Angriffsspielerin Kerstin Garefrekes kam beim Welt- und Europameister auf der für sie ungewohnten linken Abwehrseite zum Einsatz. Grings und Melanie Behringer rückten wieder in die Offensive. Stammtorhüterin Nadine Angerer spielte für Ursula Holl, die zuvor gegen China beginnen durfte. Trotz der Endspiel-Niederlage war Neid zufrieden. «Die Experimente waren wichtig für die Zukunft und haben ihren Sinn erfüllt. Gegen die USA waren wir zunächst allerdings nicht sehr präsent und sind verdient in Rückstand geraten», meinte die Bundestrainerin. |