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Harter Kampf um Olympia-Tickets

Düsseldorf (dpa) - 27.04.2004, 14:02 Uhr

Bundestrainerin Tina Theune-Meyer und Co-Trainerin Silvia Neid beim Training.
Bundestrainerin Tina Theune-Meyer und Co-Trainerin Silvia Neid beim Training.

Mit einem Länderspiel-«Doppelpack» geht für die deutschen Fußball-Nationalspielerinnen der Kampf um die Fahrkarten zu den Olympischen Spielen in Athen in die heiße Phase.

Bundestrainerin Tina Theune-Meyer heizt vor den EM-Qualifikationsspielen am 28. April gegen die Ukraine in Oldenburg und gegen Schottland am 2. Mai in Livingston den Konkurrenzkampf an. «Die beiden Partien sind für die Spielerinnen die letzte Gelegenheit, sich in der Nationalelf zu präsentieren.»

Danach steht für die DFB-Auswahl bis zur Nominierung des 18 Spielerinnen umfassenden Olympia-Kaders Mitte Juli kein Länderspiel mehr auf dem Programm. Lediglich in der Bundesliga und bei der Partie gegen eine Weltauswahl anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Weltverbands (FIFA) am 20. Mai in Paris können sich die Akteurinnen noch für die Olympia-Lehrgänge Anfang Juli empfehlen. «Dann werden wir uns für den Kader entscheiden», sagte Theune-Meyer.

Ein halbes Jahr nach dem Gewinn des Weltmeistertitels geht es für die 50 Jahre alte Fußball-Lehrerin darum, «eine Mannschaft zu formen, die in Athen eine Medaille gewinnen kann». Gleich 20 Spielerinnen hat Theune-Meyer nach den Rücktritten der Galionsfiguren Bettina Wiegmann und Maren Meinert in den drei Länderspielen des Jahres getestet. «Wir haben Alternativen auf allen Positionen», kündigte Theune-Meyer eine harte Auslese an.

Die besten Chancen, neben den Etablierten ein Olympia-Ticket zu ergattern, haben die 20-jährige Angreiferin Isabell Bachor (Bad Neuenahr), die Potsdamerinnen Navina Omilade (22) und Petra Wimbersky (21) sowie Sarah Günther (21) vom HSV.


Theune-Meyer plant für Olympia auch fest mit Steffi Jones, die ein halbes Jahr nach dem bei der WM erlittenen Kreuzbandriss in der Bundesliga erstmals wieder eine Halbzeit mitwirkte. In Oldenburg steht die Abwehrspielerin des 1. FFC Frankfurt als «Expertin» des ZDF aber nur am Mikrofon. Für Stürmerin Inka Grings ist Athen nach ihrer Kreuzband-Operation kein Thema. Und auch der WM-Siegtorschützin Nia Künzer läuft wegen der gleichen Verletzung die Zeit davon. «Für sie wird es knapp», meinte Theune-Meyer im Hinblick auf Olympia.

Zunächst aber muss die direkte Qualifikation für die EM-Endrunde in England 2005 perfekt gemacht werden. In der Gruppe 4 führt die DFB-Elf nach fünf Siegen unangefochten und benötigt aus den Partien gegen die Ukraine und Schottland nur vier Punkte. In Pia Wunderlich, Viola Odebrecht, Stefanie Gottschlich und Renate Lingor fällt ein Weltmeister-Quartett verletzungsbedingt aus. Theune-Meyer lässt aber keine Entschuldigungen gelten: «Wir wollen uns mit zwei Siegen vorzeitig qualifizieren.»

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