Horrortrip nach Zürich: Grings reif für die Insel
Zürich (dpa) - 22.12.2009, 10:18 Uhr
Inka Grings hatte 2009 sportlich ihr bestes Jahr.
Erst ein schwerer Unfall auf der Autobahn, danach stundenlanges Warten am Flughafen, und dann fehlte auch noch das Gepäck: Nach ihrem Horrortrip an den Zürich-See war Inka Grings reif für die Insel. «Ich bin froh, dass wir jetzt eine Pause haben», sagte die 31-Jährige im Anschluss an ihren Kurzauftritt bei der Gala des Fußball-Weltverbandes FIFA im Züricher Kongresshaus. Während Lionel Messi seine erstmalige Krönung zum «Weltfußballer des Jahres» in vollen Zügen genoss, löste sich bei Grings langsam die Anspannung. Eigentlich sollte es ein glanzvoller Ausklang des besten Jahres ihrer Karriere werden, am Ende war es «ein stressiger Tag», gab Grings zu. Um sechs Uhr habe sie erfahren, dass der gebuchte 10.00- Uhr-Flug von Düsseldorf wegen des Wetter-Chaos' gestrichen sei und sie nach Frankfurt ausweichen solle. Auf der Fahrt in die Mainmetropole kam es bei Glatteis auf der A 3 zu einem Crash. «Wir sind in einen Lkw und dann in die Leitplanke geknallt. Ich stand unter Schock und hätte die Teilnahme hier fast abgesagt. Zum Glück gab es nur Sachschaden», berichtete Grings.
Damit war die Odyssee aber noch lange nicht beendet, denn auch am Frankfurter Flughafen ging nicht viel. Nach endlos erscheinender Warterei landete Grings um vier Uhr nachmittags - fünf Stunden später als geplant - endlich in Zürich. Ihr Koffer war jedoch auf der Strecke geblieben. «Ich musste mir deshalb erst einmal neue Schuhe kaufen. Mein Abendkleid hatte ich zum Glück im Handgepäck», erzählte sie. Dass die Europameisterin und EURO-Torschützenkönigin vom FCR 2001 Duisburg bei der Wahl zur «Weltfußballerin des Jahres» dann auch noch die wenigsten Stimmen der fünf Finalistinnen erhielt, setzte dem Ganzen die Krone auf. Grings konnte dies nicht mehr erschüttern, sie nahm das kaum nachvollziehbare Ergebnis ohne Murren hin. «Zum Umfrage-Modus möchte ich mich nicht äußern. Ich weiß, was ich geleistet habe. Es war ein fantastisches Jahr für mich», sagte sie. |