Kranke Prinz verpasst FIFA-Gala - Grings verspätet
Zürich (dpa) - 21.12.2009, 16:57 Uhr
Inka Grinks riskiert im September bei der Feier für die Europameisterinnen einen Blick über die Brille.
Birgit Prinz lag mit Fieber im Bett, Inka Grings kam auf den letzten Drücker. Nach einer rauschenden Ballnacht in Baden-Baden, bei der Deutschlands Fußball-Frauen zur «Mannschaft des Jahres» gekürt worden waren, musste Prinz krank die Heimreise antreten. Während Birgit Prinz ihre Teilnahme an der Gala des Weltverbandes FIFA schweren Herzens absagen musste, saß derweil Inka Grings am Flughafen wie auf heißen Kohlen und wartete auf ihren verspäteten Flieger nach Zürich, wo die Auszeichnung der «Weltfußballerin des Jahres» über die Bühne geht. «Auf der Liste der besten fünf Spielerinnen zu stehen, ist einfach toll. Ich bin richtig stolz, für einen solchen Titel nominiert worden zu sein», hatte Grings zuvor betont. Entsprechend groß war die Vorfreude der Torjägerin vom FCR 2001 Duisburg. Nach dem erfolgreichsten Jahr ihrer Karriere, in dem sie mit der DFB-Auswahl den EM-Titel und mit ihrem Verein den UEFA-Cup sowie den DFB-Pokal gewann, gehörte sie erstmals zum erlauchten Kreis der Finalistinnen.
«Ich glaube, es ist die größte Auszeichnung für eine Einzelspielerin im Fußball. Das wäre eine unglaubliche Bestätigung meiner Leistung im vergangenen Jahr. Aber ich gehe nicht davon aus, dass ich die Wahl gewinne. Wenn es dennoch so kommen sollte, würde ich mich umso mehr freuen», sagte Grings im Interview mit dfb.de. Neben Prinz und Grings durften die Brasilianerinnen Marta und Cristiane sowie die Engländerin Kelly Smith auf die Trophäe hoffen. «Alle nominierten Spielerinnen hätten es verdient, gewählt zu werden. Marta ist eine Ausnahmespielerin, Cristiane hat bei den vergangenen Turnieren konstant gut gespielt. Kelly Smith ist eine grandiose Nummer zehn, und Birgit Prinz ist einfach eine beeindruckende Persönlichkeit auf dem Feld. Sie zeigt nun schon seit Jahren Weltklasseleistungen. Ich habe den größten Respekt davor und muss sagen, dass es eine Ehre ist, neben einer Spielerin wie ihr spielen zu dürfen», meinte Grings. 2009 stand jedoch die 31-Jährige im Rampenlicht. Sie wurde Torschützenkönigin in der Bundesliga und bei der EURO. Zudem wurde sie zur besten EM-Spielerin sowie in Deutschland zur «Fußballerin des Jahres» gewählt. «Dieses Jahr war das beste, das ich je hatte», stellte Grings fest.
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