Potsdam (dpa) - 19.12.2009, 15:37 Uhr
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Der deutsche Frauen-Fußball-Meister Turbine Potsdam steht als erstes Team im Halbfinale des DFB-Pokals. Der dreimalige Cupsieger gewann das Prestigeduell im Viertelfinale klar mit 3:0 (1:0) gegen den 1. FFC Frankfurt.
Die überragende Nationalspielerin Fatmire Bajramaj (9.), Nadine Keßler (79.) und Anja Mittag (85.) schossen auf Schneeboden bei klirrender Kälte den hochverdienten Sieg heraus. «Gegen Frankfurt zu gewinnen, ist immer etwas ganz Besonderes», sagte Mittag, während Frankfurts Stürmerstar Birgit Prinz feststellte: «Potsdam kam mit den Bedingungen besser zurecht. Wir wollten Fußball spielen, das ging halt nicht und wurde bestraft.» Der siebenmalige Pokalgewinner musste die Schlussphase nach Gelb-Rot für Sarah Günther (72.) zu zehnt bestreiten und hat als Tabellen-Dritter auch in der Bundesliga kaum noch Aussichten auf einen Titel.
Die Partie von Cup-Verteidiger FCR 2001 Duisburg bei Zweitligist 1. FC Köln fiel den winterlichen Platzverhältnissen zum Opfer. Am 20. Dezember empfängt der VfL Wolfsburg den USV Jena, und Zweitligist FSV Gütersloh 2009 erwartet die SG Essen-Schönebeck.
Trotz Schnees und minus zehn Grad zeigte vor allem der letztjährige Pokal-Finalist Potsdam über weite Strecken eine starke Leistung. Der Meister versuchte es oft mit langen Bällen, war zweikampfstärker und hätte früh alles klar machen können. Bereits in der fünften Minute setzte Jessica Wich einen klugen Rückpass von Bajramaj nur an den Pfosten. «Wir hätten zur Halbzeit schon 3:0 oder 4:0 führen müssen. Der Boden ließ sich schwer spielen, aber das haben wir ganz gut gemacht», sagte Potsdams Trainer Bernd Schröder.
Frankfurts Coach Sven Kahlers klagte: «Wir haben es über 90 Minuten nicht geschafft, uns auf diesem Platz so zu präsentieren, wie wir uns das vorgenommen hatten.» Seine Elf hatte wenige Wochen nach der 1:4-Pleite in der Bundesliga nur wenig entgegenzusetzen. Bei der besten Chance traf die Ex-Potsdamerin Conny Pohlers in der turbulenten Anfangsphase den Außenpfosten (7.). Frankfurt erhöhte nach der Pause den Druck, gute Möglichkeiten gab es aber bis auf einen Distanzschuss von Kerstin Garefrekes (61.) nicht. Nach dem Platzverweise für Sarah Günther machten Keßler und Torjägerin Mittag mit Kontern alles klar.