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Hamburgs EM-Heldin Kulig trifft auf Kolleginnen

Hamburg (dpa) - 18.09.2009, 11:28 Uhr

Die Hamburger Fußballspielerin Kim Kulig zeigt ihre EM-Medaille.
Die Hamburger Fußballspielerin Kim Kulig zeigt ihre EM-Medaille.

Noch vor gut einer Woche haben sie gemeinsam den EM-Titel bejubelt, jetzt sind sie plötzlich wieder Rivalinnen: Zum Auftakt der Frauenfußball-Bundesliga kommt es in Hamburg zum Wiedersehen einiger deutscher Titelheldinnen.

«Wir haben so lange miteinander gearbeitet, da ist es schon komisch, plötzlich gegeneinander zu spielen», sagte Shooting-Star Kim Kulig vor dem ersten Heimspiel des Hamburger SV gegen den FCR 2001 Duisburg. Gleich fünf Europameisterinnen spielen in den Reihen des UEFA-Cup-Siegers aus dem Ruhrpott, doch Kulig will zumindest für 90 Minuten die vergangenen Erfolgswochen ausblenden: «Auf dem Platz gibt es keine Freundschaften.»

Erst im Februar war die Mittelfeldakteurin von Nationaltrainerin Silvia Neid erstmals ins Nationalteam berufen worden und machte mit guten Leistungen beim Turnier in Finnland auf sich aufmerksam. Sie bestritt im zentralen Mittelfeld bis auf das bedeutungslose dritte Gruppenspiel gegen Island alle EM-Partien von Beginn an und kann sich seither als Stammspielerin fühlen. Zum 6:2-Erfolg im Finale gegen England steuerte die 19 Jahre alte Abiturientin, die als Vorbild den einstigen Weltfußballer Luis Figo aus Portugal nennt, das 3:1 bei.

In Hamburg hat Kulig, die seit der vergangenen Spielzeit für den HSV spielt, noch einen Vertrag bis 2011. Trotz Anfragen anderer Clubs ist für sie ein Vereinswechsel derzeit kein Thema: «Ich möchte erst einmal die 13. Klasse fertig machen und dann weiter sehen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Der bekennende Fan des VfB Stuttgart hofft, dass sich der siebte EM-Titel positiv auf die Zuschauerzahlen in der Bundesliga auswirkt. «Ich bin gespannt, ob am Sonntag vielleicht der eine oder andere Zuschauer mehr kommt», sagte der Teenager, der in der Vorsaison bei Heimpartien im Schnitt vor 380 Zuschauern spielte.

In der vergangenen Spielzeit entschieden die Duisburgerinnen die Duelle mit dem HSV klar mit 5:2 und 3:1 für sich. Auch wenn die Gäste um den Einsatz der angeschlagenen EM-Torschützenkönigin Inka Grings bangen müssen, kommt ihnen auch diesmal die Favoritenrolle zu. «Das wird eine ganz schwere Aufgabe, aber wir haben uns vorgenommen die Spitzenteams ein wenig zu ärgern», sagte HSV-Coach Achim Feifel, der sein Team zuletzt auf Platz sechs geführt hatte.


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