DFB-Elf stürmt ins Halbfinale: 2:1 gegen Italien
Lahti (dpa) - 04.09.2009, 17:26 Uhr
Inka Grings erzielt gegen Italien zwei Treffer.
Lahti (dpa) - Inka Grings hat mit einem «Doppelpack» die deutschen Fußballerinnen ins Halbfinale der EM in Finnland geschossen. Dank der Turniertreffer drei und vier bezwang der zweimalige Weltmeister im Viertelfinale von Lahti Italien trotz großer Überlegenheit nur mit 2:1 (1:0). Torjägerin Grings vom UEFA-Cup-Sieger FCR Duisburg traf vor 2000 Zuschauern in der 4. und 47. Minute, Patrizia Panico (63.) sorgte mit dem Anschlusstor noch einmal für Spannung, ehe der zwölfte Erfolg im 24. Duell mit den Italienerinnen vor den Augen des eigens angereisten DFB-Präsidenten Theo Zwanziger perfekt war. «Wir haben zwar letztendlich hochverdient gewonnen, aber sind auch etwas glücklich ins Halbfinale gekommen. Wenn man 2:0 führt, darf man das Spiel nicht aus der Hand geben», sagte Grings, die sich wegen ihrer Knieprobleme vor dem Spiel hatte fit spritzen lassen. Im Halbfinale am 7. September in Helsinki trifft der nunmehr seit 24 EM-Spielen in Serie ungeschlagene EM-Titelverteidiger auf Schweden oder Norwegen.
«Wir haben es verpasst, die Tore zu machen und waren teilweise etwas halbherzig», sagte Bundestrainerin Silvia Neid und fügte hinzu: «Wir können froh sein, dass wir eine Nadine Angerer im Tor haben.» In der Nachspielzeit hielt die Frankfurterin mit einem Klasse-Reflex gegen Panico den Sieg fest. Die «beste Torhüterin der Welt» (TV-Expertin Steffi Jones) hatte bereits während des Spiels ihrem Unmut Luft gemacht. «Es gibt so einige Dinge, die haben mich genervt in dem Spiel, das musste ich rauslassen. Es war ein typischer Arbeitssieg.» Neid vertraute im ersten K.o.-Spiel wieder ihrer Stammelf, die in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Norwegen (4:0) und Frankreich (5:1) überzeugt hatte. Auch das angeschlagene Sturmduo Grings (Knieprellung) und Birgit Prinz (Sprunggelenks-Blessur) konnte gegen die «Squadra Azzurra» mitwirken. Der von Neid gewünschte Blitzstart gelang. Einen Pass von Melanie Behringer nahm die 30-jährige Grings auf, drehte sich kurz im Strafraum und ließ Italiens Torhüterin Anna Picarelli mit einem Flachschuss aus zwölf Metern keine Chance. |