Lahti (dpa) - 02.09.2009, 16:06 Uhr
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Die Europäische Fußball-Union UEFA wird womöglich das Teilnehmerfeld der Frauen-Europameisterschaft erneut aufstocken und künftig wie bei der Weltmeisterschaft mit 16 statt zwölf Mannschaften spielen lassen.
«Wir hatten in Helsinki eine Sitzung der UEFA-Kommission für Frauenfußball. Dort wurde darüber diskutiert, ob man die nächste EM-Endrunde in vier Jahren für zwölf oder 16 Mannschaften ausschreiben soll. Wir haben uns dafür ausgesprochen, intensiv darüber nachzudenken, auf 16 Mannschaften zu erhöhen», sagte DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg bei der EM in Lahti.
«Mit diesem Modell würde der unglückliche Spielmodus wegfallen. Dann würde in vier Gruppen gespielt, und die jeweils ersten Beiden kämen weiter, die anderen würden abreisen», begründete Ratzeburg. In Finnland wird die EM-Endrunde erstmals mit zwölf statt acht Teams ausgetragen. Doch der Modus ist schwer durchschaubar, weil sich neben den ersten beiden Teams der drei Gruppen auch die besten zwei Gruppen-Dritten für das Viertelfinale qualifizieren.
«Das ist nicht glücklich. Dänemark musste beispielsweise zwei Tage warten, ehe die Entscheidung gefallen war, ob sie abreisen müssen oder weiterkommen. Das ist nicht gut für eine Mannschaft und auch nicht optimal für ein Turnier», meinte die deutsche Delegationsleiterin, die mit den Auftritten des Titelverteidigers bisher zufrieden ist. «Wir sind die einzige Mannschaft des Turniers, die neun Punkte nach der Gruppenphase aufweist. Jetzt wartet Italien - es wird sicherlich ein spannendes Spiel, denn das ist ein anspruchsvoller Gegner. Aber unsere Mannschaft ist gut drauf.»
Wie Pressesprecher Niels Barnhofer zudem mitteilte, reist DFB-Präsident Theo Zwanziger kurz vor dem Viertelfinale gegen Italien nach Lahti. Allerdings muss er gleich danach wieder zurück nach Deutschland, um rechtzeitig beim Länderspiel der Männer in Leverkusen gegen Südafrika zu sein.