Perm (dpa) - 17.05.2009, 10:58 Uhr
Nach einer Demonstration der Stärke ist dem FCR Duisburg der Gewinn des UEFA-Cups kaum noch zu nehmen. «Ein Traum geht in Erfüllung», jubelte Torjägerin Inka Grings nach dem deutlichen Erfolg im Final-Hinspiel beim russischen Meister Sewsda Perm.
Mit 6:0 (1:0) hatten Grings & Co dem Gegner eine Lehrstunde erteilt. Jetzt fehlen nur noch 90 Minuten zum größten Erfolg der Clubgeschichte, um als dritter Frauen-Bundesligaclub nach dem 1. FFC Frankfurt (2002, 2006, 2008) und Turbine Potsdam (2005) den UEFA-Cup zu gewinnen. Perm benötigt schon ein Wunder im Rückspiel zum ersten internationalen Titel.
«Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat in vielen Phasen weltmeisterlich gespielt. Das war Werbung für den Frauen-Fußball», lobte Trainerin Martina Voss, die im Rückspiel allerdings auf Linda Bresonik (Gelb-Sperre) verzichten muss. Der Tabellendritte Duisburg, der als UEFA-Cup-Gewinner die Teilnahme an der neu gegründeten Champions League sicher hätte, hat sogar noch Chancen auf das Double. Am 30. Mai folgt mit dem letztmals in Berlin ausgetragenen DFB- Frauen-Pokalfinale das nächste Highlight. Gegner dort ist Ligakonkurrent Turbine Potsdam.
Doch zunächst findet am Freitag (19.30 Uhr) das UEFA-Cup- Rückspiel in der 31 500 Zuschauer fassenden MSV-Arena statt. Bislang wurden über 16 000 Tickes verkauft. Und mangels Aussicht auf eine spannende Partie versprach Nationalspielerin Annike Krahn zumindest «für unsere Fans eine Fußballparty als Dankeschön». Motivationsprobleme werde es nicht geben. «Wir lassen uns nicht hängen und werden ein ebenso starkes Spiel anbieten wie in Russland», sagte die Weltmeisterin.
In Russland stellte Duisburg seine Klasse unter Beweis und degradierte die gegnerische Abwehr phasenweise zu Statisten. Grings per «Dreierpack» (63./83./90.), Femke Maes (41./82.) und Fatmire Bajramaj (68.) sorgten mit ihren Toren für die Entscheidung im Tsentralnyi-Stadion in Kasan. Gespielt werden musste 500 Kilometer westlich von Perm, weil das eigentliche Stadion mit Kunstrasenplatz nicht den UEFA-Regularien entspricht.