Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt hat sich endgültig aus dem Rennen um den Meistertitel in der Frauenfußball- Bundesliga und wohl auch aus dem Kampf um einen Champions-League- Platz verabschiedet.
Der ersatzgeschwächte Double-Sieger des Vorjahres verlor vor 2830 Zuschauern in Frankfurt das Verfolger-Duell mit dem FCR Duisburg 1:2 (0:2). Inka Grings (23.) und Simone Laudehr (26.) sorgten nach Patzern in der Frankfurter Abwehr für den verdienten Sieg der Gäste, der allerdings nach dem Gegentreffer von Sarah Günther (71.) noch in Gefahr geriet. «Der Druck der spielerisch starken Duisburgerinnen war sehr groß, die Fehler waren fast folgerichtig», sagte FFC-Trainer Günter Wegmann.
Spitzenreiter vor Turbine Potsdam (45 Punkte), Duisburg (44) und Frankfurt (39) bleibt der FC Bayern München (48). Das Team von Trainer Günther Wörle steuert nach einem 7:0 (5:0)-Kantersieg über den Vorletzten Herforder SV weiter Kurs auf die erste deutsche Meisterschaft seit 33 Jahren. Nina Aigner (13./55.), Mandy Islacker (22.), Julia Simic (26.), Vanessa Bürki (32./90.) und Tanja Wörle (45.) sorgten im Sportpark Aschheim für klare Verhältnisse.
Pokal-Finalist Turbine Potsdam wahrte mit dem 5:1 (3:1) beim Tabellen-Fünften SG Essen-Schönebeck die Chance auf den Champions- League-Einzug. Mit frühen Toren von Jennifer Zietz (18./Foulelfmeter) und Anja Mittag (20.) legten die Gäste den Grundstein für den Erfolg. Nach dem Anschlusstreffer von Melanie Hoffmann (31.) beseitigten Viola Odebrecht (39.), Isabel Kerschowski (50.) und Anja Mittag (84.) alle Zweifel am verdienten Erfolg.