FIFA hochzufrieden mit Stadien für Frauen-WM
Sinsheim (dpa) - 01.04.2009, 13:54 Uhr
Auch im Berliner Olympiastadion wird 2011 gespielt.
Der Weltfußballverband FIFA hat nach seiner Tour durch die neun Arenen für die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 den Organisatoren ein glänzendes Zeugnis ausgestellt. «Die Stadien sind alle in einem absolut hervorragenden Zustand. Deutschland hat hier ein Zeichen gesetzt», lobte Tatjana Haenni, die Leiterin der Inspektionsgruppe, zum Abschluss der zehntägigen Reise in der Rhein-Neckar-Arena von Sinsheim. Vor dem Start des Ticketverkaufs voraussichtlich am 1. Oktober oder 1. November gab die Schweizerin dem Team um Organisationschefin Steffi Jones dennoch eine Hausaufgabe auf: «Wir müssen sehr viel Anstrengungen unternehmen, um die Zuschauer in die Stadien zu holen. Das wird eine größere Herausforderung als die Organisation.» Eine Million Menschen sollen vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 die 32 Spiele in Berlin, Frankfurt/Main, Mönchengladbach, Sinsheim, Leverkusen, Bochum, Augsburg, Wolfsburg und Dresden sehen. Haenni sieht die Titelkämpfe als eine «Riesenchance, den Frauenfußball noch weiter nach vorne zu bringen». Ex-Nationalspielerin Jones geht selbstbewusst von einer hundertprozentigen Auslastung der Stadien aus. Die Präsidentin verwies darauf, dass das Publikum im Frauenfußball etwas anders ist: «Wir sprechen eher die Familien an», erklärte sie und meinte augenzwinkernd: «Aber natürlich nehmen wir auch jeden Mann mit.»
Für das Länderspiel zwischen Weltmeister Deutschland und Brasilien um «Weltfußballerin» Marta am 22. April in der Frankfurter Commerzbank-Arena sind derzeit 22 000 Karten verkauft. Dort wird auch der WM-Slogan vorgestellt. Erstmals wird es bei der Frauen-WM eine Fanmeile geben. Haenni: «Da ist Deutschland in einer Vorreiterrolle und könnte bei der WM neue Maßstäbe setzen.» Die FIFA wird nun einen «Report» von der Inspektionstour verfassen. «Eine Mängelliste in dem Sinn gibt es kaum», sagte Haenni. Die Funktionäre des Weltverbandes und des OK besuchten bei der Tour über 2500 Kilometer nicht nur die neun WM-Stadien, sondern auch die Arena in Bielefeld, wo im nächsten Jahr das Finale der U 20- WM stattfindet. Begutachtet wurden auch Hotels, Trainingsplätze und die Medienbereiche. «Wir freuen uns, dass wir ein sehr schönes Zwischenzeugnis bekommen haben», sagte Jones. «Aber darauf wollen wir uns nicht ausruhen und den Frauenfußball 2011 weiter voranbringen. Außerdem ist diese WM eine ganz, ganz große Chance, das positive Image Deutschlands weiter zu stärken.»
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