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Turbine Potsdam im UEFA-Cup auf Halbfinalkurs

Woronesh (dpa) - 24.10.2004, 15:10 Uhr

Viola Odebrecht im Juni 2003 im Karl-Liebknecht-Stadion.
Viola Odebrecht im Juni 2003 im Karl-Liebknecht-Stadion.

Der deutsche Frauen-Fußballmeister Turbine Potsdam hat seine «weiße Weste» im UEFA-Pokal gewahrt und sich mit einem 1:1 beim russischen Champion FC Energy Woronesh eine glänzende Ausgangsposition für den Einzug ins Halbfinale geschaffen.

«Die Russinnen sind auswärts drei Mal schwächer als zu Hause. Deshalb glaube ich jetzt ganz fest an unser Weiterkommen», erklärte Turbine-Coach Bernd Schröder. Die Tore erzielten die 17-jährige Karlsruherin Sabrina Rastetter (47.) für Woronesh und Inken Becher (86.) für die Gäste. Das Rückspiel findet am 31. Oktober im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion statt.

Vor der «Geisterkulisse» von nicht einmal 2000 Zuschauern im rund 30 000 Besucher fassenden Zentralstadion der 1,5 Millionen-Stadt am Don versteckten sich die Potsdamerinnen, die ohne ihre am Knie verletzte Auswahlstürmerin Petra Wimbersky antraten, nicht und erkämpften sogar optische Spielvorteile. Die größten Chancen in der ersten Halbzeit hatte Nationalspielerin Viola Odebrecht, die Torhüterin Iirina Zwaritsch zwei Mal zur Hergabe ihres ganzen Könnens zwang. Zunächst setzte die Mittelfeldspielerin einen 16-m-Schuss freistehend zu lasch in die rechte Ecke (22.), fünf Minuten später konnte nur die Glanzparade von Zwaritsch den Rückstand der Gastgeberinnen verhindern.

Doch auch der kämpferisch stark wirkende, fünfmalige russische Meister und achtfache Pokalsieger, der im Vorjahr im Viertelfinale mit zwei Mal 1:2 nur knapp am späteren UEFA-Cup-Sieger Umea/Schweden gescheitert war, hatte bei herbstlichem Wetter beste Möglichkeiten zur Führung. Wera Strukowa zwang Nadine Angerer im Turbine-Kasten schon in der achten Minute zu einer Parade, und auch beim 25-m-Lupfer von Daria Apanaschenko war die deutsche Auswahl-Keeperin mit den Fingerspitzen am Ball.

Nach dem Führungstreffer durch die deutsche Gymnasiastin kamen die Russinnen noch besser ins Spiel, erarbeiteten aber kaum größere Chancen. So durften sich die Gäste freuen, dass eine als Flanke gedachter Schuss von Inken Becher noch zum glücklichen Ausgleich ins Tor ging.


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