FCR Duisburg landet mit Martina Voss Trainer-Coup

Duisburg (dpa) - 12.02.2008, 17:03 Uhr
FCR Duisburg landet mit Martina Voss Trainer-Coup
Erste Wahl für das Trainer-Amt beim FCR ist Martina Voss (Foto von 2002).

Eigentlich war es anders geplant, doch nun hat der Frauenfußball-Bundesligist FCR Duisburg einen spektakulären Coup gelandet. Der Liga-Zweite sicherte sich die Dienste von Trainerin Martina Voss.

Die 40 Jahre alte Fußball-Lehrerin steht dem Revierclub bereits vom 14. Februar an als «Verantwortliche an der Seitenlinie» zur Verfügung, wie es der Club in einer Mitteilung formulierte. Damit löst die Ex-Nationalspielerin (125 Länderspiele) Trainer Thomas Obliers ab, der sich überraschend zurückgezogen hatte.

Über ein endgültiges Engagement der viermalige Europameisterin als Cheftrainerin vom Sommer an wollen der FCR und Voss in den nächsten Tagen weiter verhandeln. Voss sitzt aber bereits beim Bundesliga-Nachholspiel der Duisburgerinnen beim VfL Wolfsburg auf der FCR-Bank. Die Mannschaft begrüßte die Nachfolgeregelung. «Es ist gut, dass so schnell eine Lösung gefunden wurde. Wir brauchen jemanden, der am Sonntag auf der Bank sitzt», sagte Weltmeisterin und Abwehrchefin Annike Krahn der dpa.

Bevor der Deal perfekt war, musste Voss, die von 1994 bis zum Karriere-Ende 2003 für den FCR spielte, noch einige Details klären. Denn sie wollte ihren Vertrag beim Fußball-Verband Niederrhein, bei dem sie seit mehr als vier Jahren als Verbandstrainerin für den weiblichen Nachwuchs zuständig ist, erfüllen und dort erst zum 31. Mai aussteigen. «Der Fußball-Verband Niederrhein wird weiterhin Arbeitgeber von Martina Voss sein», sagte der FCR-Vorsitzende Ferdi Seidelt, der sich nach den Verhandlungen für die «schnelle und unbürokratische Hilfe» des Verbandes bedankte.

Voss ist froh, dass ihr Arbeitgeber mitspielt und ihr das Engagement beim FCR ermöglicht. «Die Verbandsinteressen werden nicht beeinträchtigt. Das hat Priorität», sagte Voss, die seit längerem auch als Chefredakteurin des Frauenfußball-Magazins «FF» fungiert und nun die Doppelbelastung mit zwei Trainer-Ämtern auf sich nimmt. Ihren Job als Teamchefin beim Männer-Oberligisten SV Straelen, den ihr Lebenspartner Hermann Tecklenburg trainiert, hatte die zweimalige Fußballerin des Jahres bereits im Dezember aufgegeben.

Die Duisburger hatten im Zuge der Professionalisierung eigentlich geplant, dass Voss im Sommer als Sportdirektorin gemeinsam mit Coach Obliers die Vereinsgeschicke lenkt. Doch Obliers, im Hauptberuf bei Thyssen beschäftigt, war damit nicht einverstanden und einigte sich am Sonntag mit dem FCR auf die sofortige Trennung. «Dass er so reagiert hat, hatte uns überrascht», gestand Seidelt.

Bevor der Deal perfekt war, musste Voss, die von 1994 bis zum Karriere-Ende 2003 für den FCR spielte, noch einige Details klären. Denn sie wollte ihren Vertrag beim Fußball-Verband Niederrhein, bei dem sie seit mehr als vier Jahren als Verbandstrainerin für den weiblichen Nachwuchs zuständig ist, erfüllen und dort erst zum 31. Mai aussteigen. «Der Fußball-Verband Niederrhein wird weiterhin Arbeitgeber von Martina Voss sein», sagte der FCR-Vorsitzende Ferdi Seidelt, der sich nach den Verhandlungen für die «schnelle und unbürokratische Hilfe» des Verbandes bedankte.

Voss ist froh, dass ihr Arbeitgeber mitspielt und ihr das Engagement beim FCR ermöglicht. «Die Verbandsinteressen werden nicht beeinträchtigt. Das hat Priorität», sagte Voss, die seit längerem auch als Chefredakteurin des Frauenfußball-Magazins «FF» fungiert und nun die Doppelbelastung mit zwei Trainer-Ämtern auf sich nimmt. Ihren Job als Teamchefin beim Männer-Oberligisten SV Straelen, den ihr Lebenspartner Hermann Tecklenburg trainiert, hatte die zweimalige Fußballerin des Jahres bereits im Dezember aufgegeben.

Die Duisburger hatten im Zuge der Professionalisierung eigentlich geplant, dass Voss im Sommer als Sportdirektorin gemeinsam mit Coach Obliers die Vereinsgeschicke lenkt. Doch Obliers, im Hauptberuf bei Thyssen beschäftigt, war damit nicht einverstanden und einigte sich am Sonntag mit dem FCR auf die sofortige Trennung. «Dass er so reagiert hat, hatte uns überrascht», gestand Seidelt.