DFB-Frauen treffen auf Nordkorea - Taifun wirbelt
Shanghai/Wuhan (dpa) - 18.09.2007, 16:33 Uhr
Heather O'Reilly (l) freut sich mit ihren Teamkolleginnen über das 1:0.
Der Taifun «Wipha» hat den Spielpan bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in China kräftig durcheinander gewirbelt, doch die deutsche Nationalmannschaft ist von den Wetter-Kapriolen unberührt geblieben und sicher im sonnigen Wuhan angekommen. Einen Tag nach dem Einzug ins WM-Viertelfinale mit dem 2:0-Sieg gegen Japan mussten die deutschen Damen schon wieder Koffer packen und von Hangzhou nach Wuhan reisen. Wegen des Taifuns mit starken Regenfällen und heftigen Winden wurden zahlreiche Flüge in China abgesagt oder verschoben. Die DFB-Elf traf deswegen erst mit gut einstündiger Verspätung in Wuhan ein, wo die Sonne bei Temperaturen um 30 Grad strahlte. Am späten Nachmittag checkte der Tross im Mannschaftshotel «Howard Johnson Pear Plaza» ein. «Es war ein ruhiger Flug. In der Luft haben wir nichts von dem Taifun gemerkt. Hier ist wunderschönes Wetter», berichtete DFB-Sprecher Niels Barnhofer den deutschen Medien, die erst einen Tag nach dem Team von Shanghai nach Wuhan fliegen sollen.
Dagegen nahm der plötzliche Wetterumschwung weiter östlich Einfluss auf den Spielplan. Zwei WM-Partien wurden bereits frühzeitig verschoben. Wie der Fußball-Weltverband FIFA mitteilte, sind die für den 19. September angesetzten Spiele Norwegen - Ghana (Gruppe C) und Brasilien - Dänemark (Gruppe D) auf den darauf folgenden Tag verlegt worden. Die Partie Norwegen - Ghana wird statt in Shanghai in Hangzhou ausgespielt. Drei Stunden später soll ebenfalls im Dragon-Stadion von Hangzhou das Spiel Brasilien - Dänemark stattfinden. Die abschließenden Partien in der Gruppe B, Nigeria - USA (0:1) in Shanghai und Nordkorea - Schweden (1:2) in Tianjin, gingen wie geplant über die Bühne. «Wir hatten uns nach Rücksprache mit den lokalen Organisatoren entschlossen, die Spiele auszutragen», sagte FIFA-Sprecher Nicolas Maingot. Allerdings trieb «Wipha» vor allem in Shanghai sein Unwesen. Der ohnehin arg ramponierte und nicht richtig angewachsene Rasen im Hongkou-Stadion war durchweicht und sehr schwer bespielbar. Zudem durften aus Sicherheitsbedenken nur US-Journalisten und Medienvertreter aus Nigeria sowie internationale Agenturen auf die Pressetribüne. Denn nur die obersten beiden Sitzreihen konnten genutzt werden. Weiter unter, wo es einregnete, untersagte die FIFA das Arbeiten mit elektronischen Geräten aus Angst vor Kurzschlüssen. |