Star: Maria Belen Potassa ist erst 17 Jahre alt, verkörpert aber den großen Ehrgeiz der Auswahl. Sie ist die torgefährlichste Spielerin in der Elf, die nach der WM 2003 umgekrempelt wurde. Als «schnell und torhungrig» bezeichnet Borello sein Super-Talent, das aus einem kleinen Dorf in der Provinz Santa Fe stammt. Maria Belen wuchs mit dem Fußball auf. Einst lief sie bei Spielen ihres Bruders Cristian mit aufs Feld. Dann spielte sie selbst für Unventud Unide de Canada, heute für Rosario in Buenos Aires. Deutsche Bilanz gegen Argentinien: 1 Sieg ENGLAND (Weltranglisten-Platz 12) 1. WM-Teilnahme Trainerin: Hope Powell (41) ist schon seit 1998 Cheftrainerin. Ihr Team führte sie zum ersten Mal zu einer WM. Einst war Powell für die Millwall Lionesses, FC Fulham und Croydon LFC aktiv. Sie gewann mehrere Clubtitel und absolvierte 66 Länderspiele (35 Tore). Ihr sind sämtliche weiblichen Nationalteams der Insel untergeordnet. Powell wurde von der Königin mit dem «Order of the British Empire» ausgezeichnet. Ihr Ziel ist es, mit England zumindest die Vorrunde zu überstehen. Die WM-Favoriten sind für sie: «Deutschland und die USA». Mannschaft: England gehört zu den aufstrebenden Nationen. Obwohl dort das erste offizielle Frauen-Länderspiel schon 1895 stattfand, kam der Durchbruch erst mit der EM 2005 im eigenen Land. Seitdem herrscht neben Engagement auch Euphorie. In der WM-Qualifikation schalteten die «Three Lions» überraschend die höher eingeschätzten Französinnen aus. Die Stärken des altersmäßig gut gemischten Teams liegen in der Offensive. Vor allem auf Stürmerin Kelly Smith ruhen die Hoffnungen. Mitunter zeigt die Elf dagegen größere Abwehrschwächen. Der letzte Test bei der WM-Anreise ging in Macau mit 0:1 gegen China verloren. Star: Mit 27 Jahren hat Rachel Yankey die meisten Länderspiele in Englands WM-Kader absolviert. In 71 Partien seit 1997 gelangen ihr 11 Tore. Die Angreiferin verfügt über eine große Fitness und ist ein ständiger Unruheherd für jede Abwehr. Yankey spielt für den Jens- Lehmann-Club FC Arsenal. Mit den Londonern wurde sie Meister, Pokalsieger, Ligacup-Gewinner und UEFA-Cup-Sieger. 2005 war Yankey in ihrer Heimat «Fußballerin des Jahres» und wurde von Queen Elisabeth geehrt. Deutsche Bilanz gegen England: 15 Siege, 1 Unentschieden JAPAN (Weltranglisten-Platz 10) 5. WM-Teilnahme nach 1991, 1995, 1999, 2003 Trainer: Hiroshi Ohashi ist der Intellektuelle unter den WM-Coaches. Am Sportinstitut von Osaka graduiert wurde er Lehrer an der Highschool. Erste Trainerstation war 1982 ein Universitätsteam in der Provinz Mie. Der 47-Jährige steht für Durchsetzungsvermögen, Teamwork und taktische Flexibilität. Der frühere Trainer-Ausbilder des Japanischen Verbandes (JFA) übernahm 2004 das Frauenteam und genießt großes Vertrauen. Zuvor war er in Singapur für Albirex Niigata tätig. Mannschaft: Bei jeder WM dabei, aber nie wirklich erfolgreich. Auch 2007 spielen die «Nadeshiko» (Name einer rosafarbenen Wildnelke) wieder im Konzert der Großen mit. Allerdings qualifizierte sich Japan wie 2003 erst durch die Playoffs gegen Mexiko für China. Wie viele Asiaten versuchen die kleinen Japanerinnen ihre körperliche Unterlegenheit durch Geschicklichkeit und Schnelligkeit auszugleichen. Doch die Elf hat Zweikampf- und Abschlussschwächen. Im letzten WM-Test in Tokio erreichte Japan ein 0:0 gegen Kanada. Star: Homare Sawa ist 29 Jahre alt, in Tokio geboren und eine Ikone. Schon seit ihrem 12. Lebensjahr spielt sie in der Nationalliga bei Beleza, mit Ausnahme ihrer Zeit in der US-Profiliga (WUSA), wo sie für Colorado Rush und Atlanta Beat kickte. Schon mit 15 Jahren wurde sie Nationalspielerin und ist jetzt Spielführerin der Nippon-Auswahl. Sawas 127 Länderspiele sind ebenso Rekord in Japan wie ihre 62 Tore. Sie ist im Mittelfeld als Führungsspielerin unverzichtbar. Deutsche Bilanz gegen Japan: 5 Siege
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