«Knüller» als WM-Generalprobe für DFB-Frauen
Mainz (dpa) - 29.08.2007, 15:39 Uhr
DFB-Stürmerin Birgit Prinz (M) beim Training.
Mit der Generalprobe gegen Norwegen geht die WM-Vorbereitung der deutschen Fußball-Frauen in die ganz heiße Phase, und Silvia Neid hat den Kampf um die letzten drei Stammplätze noch einmal angeheizt. «Für das WM-Eröffnungsspiel sind noch drei Positionen offen. Ansonsten steht die Elf», kündigte die Trainerin vor dem finalen Länderspieltest im Mainzer Bruchweg-Stadion an. Neid muss allerdings kurzfristig auf Simone Laudehr (FCR Duisburg) und Linda Bresonik (SG Schönebeck) verzichten. Laudehr laboriert an einer Oberschenkelverletzung, Bresonik hat Adduktorenprobleme. Dass sich Welt- und Europameister Deutschland ausgerechnet die Skandinavierinnen als ultimativen Kontrahenten vor der Abreise nach China am 3. September auserkoren hat, ist kein Zufall. «Das Spiel ist ein echter Knüller. Wir haben uns für diesen Termin ganz gezielt einen starken Gegner ausgesucht. Denn wir wollen vor der WM noch einmal eine Standortbestimmung haben», sagte Neid.
Der Weltranglisten-Vierte Norwegen gehört bei der WM in China (10. bis 30. September) wie Deutschland, die USA, Schweden und der Gastgeber zum engsten Favoritenkreis. Norwegen ist ein Dauerrivale der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Fast immer begegnen sich die Teams bei wichtigen Turnieren auf Augenhöhe. Zuletzt verlor das DFB-Team im März beim Algarve-Cup gegen die Elf von Trainer Bjarne Berntsen mit 1:2. Ein Jahr davor siegte Deutschland an selber Stelle 1:0. Die Gesamtbilanz ist fast ausgeglichen: In 27 Partien stehen zwölf Erfolge und elf Niederlagen zu Buche. Spannung bei der Neuauflage des EM-Finals 2005, das Deutschland 3:1 gewann, ist garantiert. Nach dem glanzvollen Auftritt beim 7:0 in der EM-Qualifikation gegen die Schweiz vor einer Woche und dem zweiten Bundesliga-Spieltag am Wochenende nutzte Neid die verbleibende Zeit, um dem WM-Kader den letzten Schliff zu verleihen: «Wir sind jetzt seit dem 25. Juni in wöchentlichen Lehrgängen zusammen und haben sehr hart gearbeitet. Alle Spielerinnen haben sehr gut mitgezogen. Wir sind gut im Plan.» |