Koblenz (dpa) - 23.08.2007, 13:49 Uhr
DFB-Präsident Theo Zwanziger bei einer Pressekonferenz.
Präsident Theo Zwanziger setzt bei der Bewerbung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 auf Franz Beckenbauer und die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich.
«Wir werden die deutsch-französische Freundschaft auf dem DFB-Bundestag wiederbeleben», sagte Zwanziger nach dem 7:0-Sieg der deutschen Frauen gegen die Schweiz in Koblenz. Hintergrund ist, dass neben Kanada, Australien und Peru sowohl Deutschland als auch Frankreich die WM in vier Jahren ausrichten wollen.
Zwanziger betont jedoch immer wieder, dass nur ein europäischer Bewerber ins Rennen gehen dürfe, um eine Chance bei der Entscheidung durch den Weltverband (FIFA) am 30. Oktober in Zürich zu haben. Vier Tage vorher findet der DFB-Bundestag in Mainz statt. Dort ist auch UEFA-Präsident Michel Platini eingeladen. Die Franzosen sollen dazu bewegt werden, ihre Bewerbung zurückzuziehen. «Dann», so Zwanziger, «haben wir nach dem Sommermärchen 2006 sicher eine sehr gute Chance.» Er wolle aber keineswegs der Entscheidung der Franzosen vorgreifen, ergänzte der DFB-Präsident, der einen Deal plant: Frankreich lässt dem DFB bei den Frauen den Vortritt, dafür unterstützt Deutschland das Nachbarland bei der Bewerbung um die Männer-EM 2016.
Darüber hinaus vertraut Zwanziger dem Einfluss von Franz Beckenbauer und UEFA-Vizepräsident Gerhard Mayer-Vorfelder. «Beide haben gute Kontakte in aller Welt, vor allem in Afrika und Asien. Wir ziehen alle an einem Strang und versuchen, durch unsere glänzende Bewerbung und Sachargumente zu überzeugen. Ich bin guten Mutes», sagte der 62 Jahre alte DFB-Boss.