DFB-Frauen nach 7:0 gegen Schweiz fit für die WM
Koblenz (dpa) - 22.08.2007, 20:31 Uhr
Auch Kerstin Garefrekes (M) lässt die Schweizerin Prisca Steinegger (r) stehen.
Mit einem eindrucksvollen 7:0 (4:0)-Schützenfest im Jubiläumsspiel hat sich die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in China warm geschossen. 19 Tage vor dem WM-Auftaktmatch gegen Argentinien ließ die Auswahl von Silvia Neid der Schweiz im EM-Qualifikationsspiel in Koblenz nicht den Hauch einer Chance und baute ihre Führung in der Gruppe 4 aus. Nach Siegen gegen die Niederlande (5:1) und Wales (6:0) hat die Elf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nun neun Punkte auf dem Konto und nimmt souverän Kurs auf die Europameisterschaft 2009 in Finnland. Vor 11 280 begeisterten Zuschauern im Stadion Oberwerth, wo die deutschen Frauen vor 25 Jahren gegen die Eidgenössinnen (5:1) ihre Länderspiel-Premiere gefeiert hatten, schossen Sandra Smisek (14.), Melanie Behringer (16./35.), Birgit Prinz (33.) und Kerstin Garefrekes (53./64./90.) mit einem Hattrick den 12. Sieg im 13. Spiel gegen die Schweiz fast mühelos heraus. Der Welt- und Europameister präsentierte sich in glänzender Spiellaune, zeigte tolle Kombinationen und gehört in dieser Form bei der WM (10. bis 30. September) zum engsten Favoritenkreis. Der 200. Sieg im 292. Länderspiel der Historie geriet zum wahren Fußballfest und hätte sogar noch höher ausfallen können.
Die Bundestrainerin war mit dem Auftritt ihres Teams insgesamt sehr zufrieden und befand: «Wir haben sieben Tore geschossen und viele Chancen herausgespielt.» Was noch besser gemacht werden könne sei die Präzision bei Flanken und die Chancenverwertung. «Aber wir nähern uns der WM-Form», erklärte Silvia Neid. Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger war hochzufrieden: «Die Mannschaft wirkt sehr fit und gut eingespielt. Man sieht, dass in der Vorbereitung sehr gut gearbeitet wurde. Wir können uns auf die WM freuen.» Während die Offensive um die überragende Spielführerin und Rekordnationalspielerin Prinz, die ihren 164. Einsatz im DFB-Dress verbuchte, mit zahlreichen gelungenen Aktionen glänzte, wirkte die deutsche Abwehr nur in der Anfangsphase etwas unkonzentriert. Ein ums andere Mal tauchten die Schweizerinnen frei vor der sicheren DFB-Torhüterin Nadine Angerer auf, konnte die Chancen aber nicht nutzen. |