DFB-Frauen feiern 25-jähriges Jubiläum
Düsseldorf (dpa) - 21.08.2007, 11:58 Uhr
Silvia Neid kann vor dem Jubiläumsspiel personell aus dem Vollen schöpfen.
Vor einem Vierteljahrhundert begann die einzigartige Erfolgsstory. 25 Jahre nach dem ersten offiziellen Fußball-Länderspiel der deutschen Frauen kehrt die Nachfolge-Generation zu den Wurzeln zurück. Mit einem Sieg im EM-Qualifikationsspiel am 22. August in Koblenz gegen die Schweiz, am 10. November 1982 im Stadion Oberwerth Premieren-Gegner der seinerzeit noch oft belächelten DFB-Damen, kann die Mannschaft von Silvia Neid den nächsten Schritt Richtung Europameisterschafts-Endrunde 2009 in Finnland tun. «Wir wollen uns unbedingt für die EM qualifizieren und an unsere zuletzt guten Leistungen anknüpfen», sagte die Trainerin vor dem Jubiläumsspiel. Der Weltmeister und EM-Titelverteidiger wird sich nach den beiden bisherigen klaren Qualifikations-Siegen gegen die Niederlande (5:1) und Wales (6:0) von den Eidgenössinnen, die in zwölf Spielen gegen Deutschland elf Niederlagen (ein Unentschieden) kassierten, kaum überraschen lassen. Alles andere als der Ausbau der Tabellenführung in der Gruppe 4 wäre eine Enttäuschung und würde die anschließende Feier trüben. Immerhin erwartet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zahlreiche Ehrengäste zum Spiel und der abendlichen Gala «25 Jahre Frauen-Länderspiele». Nicht nur die erfolgreichen Neid-Vorgänger Gero Bisanz (1982-1996) und Tina Theune-Meyer (1996-2005), auch alle früheren Auswahlspielerinnen mit mehr als zehn Einsätzen wurden eingeladen. «Ich hoffe, wir leisten mit einer guten Leistung einen Beitrag zur festlichen Stimmung bei der Gala im Anschluss», so Neid.
Die Trainerin freut sich auf das Wiedersehen mit zahlreichen Weggefährtinnen. «Es war eine gute Idee, ehemalige Spielerinnen einzuladen. Sie haben dazu beigetragen, dass der Frauenfußball heute einen so hohen Stellenwert besitzt. Und das ist allemal eine Würdigung wert», sagte Neid, die ihre ganz persönlichen Erinnerungen an die «Geburt» des deutschen Frauenfußballs hat. Denn die 43-Jährige war seinerzeit beim Debüt der Auswahl gegen die Schweiz als Aktive dabei. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte - die Frauen spielten noch 2 x 40 Minuten - wurde die damals 18-Jährige eingewechselt. Weniger als 120 Sekunden waren vorbei, da erzielte Neid das 3:0 und stellte später mit ihrem zweiten Treffer den 5:1-Endstand her. «Das Spiel war überraschend gut. Selbst Max Merkel schrieb danach, dass ihn unsere Rechtsaußen Birgit Bormann an Pierre Littbarski erinnert hätte», erinnert sich der erste Frauen-Coach Bisanz, der den Job zunächst gar nicht haben wollte. Doch bereut hat er es nie. |