Neid muss für Frauen-WM Quintett streichen
Gera/Leipzig (dpa) - 03.08.2007, 13:35 Uhr
Silvia Neid hat noch nicht entschieden, wem sie für die WM ein Trikot gibt.
Der personelle Countdown läuft: Nach den souveränen Tests gegen Dänemark und Tschechien steht Silvia Neid und ihren Fußballerinnen die größte Herausforderung im WM-Vorfeld erst in den kommenden Tagen bevor. Bis zum 13. August will die Bundestrainerin das 21-köpfige Aufgebot des Titelverteidigers für das WM-Turnier vom 10. bis 30. September in China benennen und muss dafür ein Quintett aus ihrem Kader streichen. «Wir haben in zwei Spielen neun Tore geschossen und keins bekommen. Es wird sehr schwer, fünf Spielerinnen zu streichen», sagte Silvia Neid in Gera. Überlegen hatte der Europameister dort die überforderten Tschechinnen mit 5:0 durch Treffer von Birgit Prinz (19., 90.), Simone Laudehr (24.), Kerstin Garefrekes (38.) und Martina Müller (83.) besiegt. Vier Tage zuvor hatte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen WM-Teilnehmer Dänemark 4:0 gewonnen.
Den größten Teil des Teams für ihre erste WM als Bundestrainerin hat Silvia Neid gedanklich bereits zusammengestellt. «18 Spielerinnen weiß ich schon, die habe ich im Kopf. Bei drei sind noch Fragezeichen», sagte sie. Die letzten beiden Länderspiele vor der WM in der EM-Qualifikation gegen die Schweiz am 22. August in Koblenz und gegen Norwegen am 30. August in Mainz will sie nur noch mit den WM-Fahrerinnen bestreiten. Nach einem kurzen Heimaturlaub können sich vom 6. bis zum 10. August alle 26 Spielerinnen noch einmal beim Lehrgang in der Sportschule Kaiserau anbieten. Sicher ist, dass eine Torhüterin und eine Stürmerin weichen müssen. Nachdem die Potsdamerin Nadine Angerer als Nummer 1 im deutschen Tor feststeht und die noch verletzte Silke Rottenberg (Frankfurt) als Nummer zwei ins Reich der Mitte mitfliegt, fällt die Entscheidung zwischen Ursula Holl (Bad Neuenahr) und Ulrike Schmetz (München). |