Gegenüber dem Test gegen Dänemark (4:0) vier Tage zuvor standen in Gera Bianca Rech (München), Petra Wimbersky (Frankfurt) und Anja Mittag (Potsdam) in der Startformation. Stürmerin Mittag war gegen die Däninnen eingewechselt, aber wegen einer Fußblessur wieder ausgewechselt worden. Sie kämpft wie Wimbersky, Martina Müller (Wolfsburg) und Conny Pohlers (Frankfurt) um einen Platz im WM- Angriff neben den wohl gesetzten Frankfurterinnen Birgit Prinz und Sandra Smisek. In ihrem ersten Länderspiel als Nummer 1 im deutschen Tor blieb Nadine Angerer (Potsdam) weitgehend beschäftigungslos. Zu sehr dominierten ihre Vorderleute die einseitige Partie. Die deutsche Offensive wirbelte die Elf aus dem Nachbarland mit konsequent über die Flügel vorgetragenen Angriffen durcheinander. In der 19. Minute war der Torreigen eröffnet: Rekordnationalspielerin Prinz erzielte nach Flanke von Petra Wimbersky ihr 107. Länderspieltor. Sechs Minuten später erhöhte Simone Laudehr in ihrem zweiten Länderspiel auf 2:0. Im Anschluss versäumten es die Deutschen jedoch, den Spielstand weiter zu erhöhen. Allein die glücklose Anja Mittag vergab in der ersten Halbzeit sechs Torchancen. Erst mit dem einsetzenden Gewitterguss gelang dem Welt- und Europameister das 3:0: Nach einer Ecke landete der Ball zunächst am Pfosten, Kerstin Garefrekes (Frankfurt) staubte per Flachschuss ab. In der zweiten Halbzeit ließen der Gastgeber das Spiel ein wenig schleifen, ohne jedoch die Kontrolle zu verlieren. So blieben Torchancen zunächst Mangelware. Die für Spielmacherin Renate Lingor (Frankfurt) eingewechselte Linda Bresonik (Essen) traf mit einem fulminanten Distanzschuss die Latte (53.) und war zusammen mit Martina Müller auch an einer Doppelchance beteiligt (56.), die Tschechiens Torhüterin Zuzana Pincova jedoch reaktionsschnell vereitelte. Erst in der Schlussphase gelang Martina Müller das verdiente 4:0. Prinz legte in der Nachspielzeit nochmal nach.
 |