DFB-Frauen gegen Dänemark in neuen WM-Trikots
Magdeburg (dpa) - 26.07.2007, 15:08 Uhr
Silvia Neid (r) präsentiert mit einigen DFB-Frauen das neue Nationalmannschafts-Trikot.
Erst präsentierten sie das Modell «Ballkönigin», dann wollen die deutschen Fußball-Frauen in ihrem neuen Dress Spielkunst vorführen. Mit dem Härtetest gegen WM-Teilnehmer Dänemark läutet Titelverteidiger Deutschland in Magdeburg die letzte Runde im Auswahlverfahren für die WM in sechs Wochen in China ein. Nach dem Länderspiel-Doppelpack gegen die Skandinavierinnen sowie in Gera gegen Tschechien wird Bundestrainerin Silvia Neid ihren 26er Kader auf die 21 Spielerinnen für das WM-Turnier vom 10. bis 30. September reduzieren. «Ich bin sehr zufrieden. Die Spielerinnen arbeiten sehr gut mit, was aber auch kein Wunder ist, denn wir haben noch 26 Spielerinnen», sagte die Bundestrainerin am Donnerstag in Magdeburg. Gegen Dänemark wird Titelverteidiger Deutschland bei der Länderspiel-Premiere im neu erbauten Magdeburger Stadion, für die bis Donnerstag 7500 Tickets verkauft waren, mit neuen Trikots auflaufen. Das Modell «Ballkönigin» fand bei der Präsentation vor zahlreichen Schaulustigen in einem Magdeburger Kaufhaus Anklang bei den Spielerinnen, Bundestrainerin Neid aber war nicht ganz zufrieden. Sie wollte dem knallroten Auswärtstrikot, mit dem die «Klinsmänner» bei der Heim-WM 2006 zu Platz drei gestürmt waren, keine psychologische Bedeutung beimessen. «Das sind moderne Farben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir darin besser spielen. Man kann Gegner nur zittern lassen, wenn man vorher gute Spiele gemacht hat - egal in welchem Trikot», sagte die frühere Nationalspielerin launig.
Das Heimtrikot in weiß und schwarz ist abgesetzt mit den Farben der deutschen Fahne. «Es wäre ein Problem für mich, wenn ich in rosa spielen müsste», sagte Abwehrspielerin Ariane Hingst (Djurgarden Stockholm). «Über den Schnitt kann man immer diskutieren, aber es sieht peppig aus und Schwarz-Rot-Gold ist das, was wir in China vertreten wollen», erklärte Silke Rottenberg. Die Stammtorhüterin vom deutschen Meister 1. FFC Frankfurt wird im ersten von vier Länderspielen bis zum Abflug ins Reich der Mitte am 3. September noch fehlen. Sechs Monate nach ihrem Kreuzbandriss fehlt es der 35-Jährigen noch an der nötigen Fitness. Sie und die Bundestrainerin hoffen, dass sie nach dem Abklingen muskulärer Probleme gegen Tschechien zu ihrem 124. Länderspiel kommt. «Es sieht sehr gut aus. Das wäre toll, wenn es klappen würde. Ich bin natürlich heiß auf das Comeback», sagte Silke Rottenberg. Von ihren Spielerinnen erwartet Neid, dass sie den erhofften mehr als 10 000 Zuschauern gegen Dänemark ein gutes Spiel zeigen. Nach verstärktem Abwehrtraining verlangt sie vor allem, dass der Welt- und Europameister gegen die Nummer 6 der Weltrangliste Fortschritte in der Defensive präsentiert. «Das wird eine Standortbestimmung. Wir können feststellen, wo wir stehen, weil die Däninnen dazu in der Lage sind. Wir hatten den Schwerpunkt auf die Verteidigung gelegt. Das will ich sehen, schon im Mittelfeld», forderte die Bundestrainerin.
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