Sechster Pokalsieg für 1. FFC Frankfurt
Berlin (dpa) - 26.05.2007, 19:46 Uhr
Sandra Smisek (r) und Saskia Bartusiak vom FFC Frankfurt jubeln mit dem Pokal.
Bei Donnergrollen und sintflutartigen Regenfällen haben sich die Frauen des 1. FFC Frankfurt zum sechsten Mal den DFB- Pokal gesichert. Dank der großartigen Ersatz-Torhüterin Ursula Holl, die zwei Strafstöße parierte, gewannen die Frankfurterinnen im Berliner Olympiastadion bei ihrem neunten Finale in Serie gegen den FCR Duisburg im Elfmeterschießen mit 4:1 und durften unter dem Jubel von rund 25 000 Zuschauern aus den Händen von Auswahltrainerin Sylvia Neid den Pokal in Empfang nehmen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 (1:1) gestanden. Im dritten Aufeinandertreffen beider Teams nach 1999 und 2003 (jeweils 1:0) gab es somit zum dritten Mal einen Frankfurter Sieg. In der kommenden Woche kann der FFC nun auch die Meisterschaft und damit das Double perfekt machen. Die favorisierten Hessinnen, die mit 20:0 Toren in vier Spielen ins Finale eingezogen waren, gingen schon früh durch Renate Lingor (3./Foulelfmeter) in Führung. Mit seiner ersten Torchance sorgte der FCR vor der Pause durch Sonja Fuss (45.+1) für das überraschende 1:1. Dieser Treffer brachte den erstmals ganz in Orange antretenden Duisburgerinnen, die schon in Runde zwei Cupverteidiger Turbine Potsdam ausgeschaltet hatte, neuen Schwung. Zuvor hatten sich in einer ausgeglichenen Partie die Mittelfeldreihen lange neutralisiert, so dass vor der Pause kaum nennenswerte Chancen heraussprangen.
Nachdem der Himmel in der 13. Minute seine Schleusen zu einem Gewitterregen mit Hagel öffnete, erschwerte das nasse Geläuf den Kombinationsfluss auf beiden Seiten. Sonja Fuss hatte allein die Riesenchance zur FCR-Führung, doch verfehlte ihr Schrägschuss knapp das Gehäuse (72). Auch Kerstin Garefrekes hätte per Kopf die Entscheidung in der regulären Spielzeit herbeiführen können (78.). Einen wohl nicht mehr zu toppenden Weltrekord stellte Tina Wunderlich auf. Die Verteidigerin (9. Finale in Serie) fehlte im Pokal keine einzige Minute und sorgte mit ihrer Routine und ihrer Übersicht stets für Ruhe in der Frankfurter Hintermannschaft. |