Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Entscheidung über die Vergabe der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 bis nach dem bevorstehenden Endrunden-Turnier in China vertagt.
Entgegen der ursprünglichen Planung werde man nicht am 31. August dieses Jahres, sondern erst Ende November im südafrikanischen Durban über den WM-Gastgeber entscheiden, rund zwei Monate nach der WM in China. Das erklärte FIFA-Präsident Joseph Blatter in Zürich. Für die Ausrichtung der WM 2011 haben sich neben Deutschland auch Australien, Frankreich, Kanada, Peru und die Schweiz beworben. «Das Interesse ist so groß wie nie. Das ist ein gutes Zeichen für den Frauenfußball. Er ist in allen Ländern akzeptiert», sagte Blatter.
Grund für die Verzögerung der WM-Vergabe ist, dass die FIFA zunächst die 5. Frauen-WM in China vom 10. bis 30. September 2007 abwarten will. Die Erfahrungen sind laut Blatter wichtig für die zurzeit diskutierte Erhöhung der Teilnehmerzahl bei der WM 2011 von 16 auf 24 Mannschaften. Die Entscheidung des FIFA-Exekutivkomitees soll nun rund um die Gruppen-Auslosung der Männer-WM 2010 am 23. November in Durban/Südafrika bekannt gemacht werden.