DFB legt zwölf Städte für Frauen-WM 2011 fest
Frankfurt/Main (dpa) - 11.05.2007, 16:02 Uhr
«Wiedersehen bei Freunden - See you again» lautet das Motto für 2011.
Mit zwölf Städten und ihren Stadien geht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in die Bewerbung um die Ausrichtung der Frauen-Weltmeisterschaft 2011. «Wir sind zuversichtlich, gemeinsam mit den Bewerberstädten der FIFA am 1. August eine überzeugende Kandidatur präsentieren zu können», sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger nach einer Präsidiumssitzung in Frankfurt am Main. Das Exekutivkomitee des Weltfußballverbands trifft seine Entscheidung am 31. August. Neben Deutschland haben sich Australien, Frankreich, Kanada, Peru und die Schweiz um die WM-Ausrichtung beworben. Das Bewerbungsgremium, dem neben Zwanziger und dem 1. DFB-Vizepräsidenten Engelbert Nelle unter anderen auch der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, angehört, hatte aus 23 Bewerbungen zwölf Städte ausgewählt. «Ganz wichtig war uns eine ausgewogene Verteilung der möglichen Spielorte über das ganze Land», erklärte Zwanziger.
Neben der Hauptstadt Berlin wählte das Gremium mit Frankfurt/Main nur noch eine Stadt, die bei der Männer-WM 2006 Gastgeber war. Darüber hinaus haben Bochum, Mönchengladbach, Bielefeld, Essen, Leverkusen, Wolfsburg, Augsburg, Dresden, Magdeburg und Sinsheim den Zuschlag erhalten. In Frankfurt soll das organisatorische und logistische Herz der WM 2011 schlagen. «Dafür spricht die zentrale Lage und der Sitz des DFB. Außerdem zählt Frankfurt wie kaum eine andere Stadt zu den Hochburgen des Frauenfußballs weltweit», meinte Hannelore Ratzeburg aus dem DFB-Vorstand. Von den als Bewerber angetretenen WM-Städten wurden Dortmund, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln und Leipzig nicht berücksichtigt. Außerdem wurde auf Aachen, Freiburg, Duisburg, Karlsruhe und Mannheim verzichtet, weil diese Städte nach Angaben von DFB-Mediendirektor Harald Stenger die Bedingungen nicht erfüllt haben. Potsdam, das mit Bundesligist Turbine Potsdam als zweimaligem deutschen Meister, dreimaligem Pokalsieger und UEFA-Cup-Sieger (2005) neben Frankfurt die erfolgreichste Elf der vergangenen Jahre stellt, hatte wie elf weitere Städte seine Bewerbung zurückgezogen. Die FIFA fordert für die Ausrichtung die Bereitstellung von nur vier bis sechs Stadien für 16 teilnehmende Mannschaften. «Wir bewerben uns mit zwölf Arenen, um so auch frühzeitig zu signalisieren, dass wir bereit wären für eine mögliche Erweiterung des Teilnehmerfeldes auf 24 Teams», sagte Zwanziger. Nachdrücklich unterstützte Bach die Berücksichtigung Berlins. «Die Hauptstadt als Spielort signalisiert, dass ganz Deutschland hinter der Bewerbung für diese Weltmeisterschaft steht», erklärte der DOSB-Präsident.
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