Bonn (dpa) - 20.01.2007, 17:14 Uhr
Der 1. FFC Frankfurt hat den 14. DFB-Hallenpokal der Frauen gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Tritschoks setzte sich in Bonn im Finale gegen den Hamburger SV mit 2:1 durch und kassierte eine Siegprämie von 2500 Euro.
Für die Hessinnen war es nach 1999, 2002 und 2006 sowie 1997 und 1998 (als SG Praunheim) bereits der sechste Sieg unter dem Hallendach.
Dem HSV blieb als kleiner Trost für das verlorene Endspiel vor 2872 Zuschauern in der ausverkauften Hardtberghalle eine Prämie von 1500 Euro. Die Halbfinalisten SC Freiburg und der TSV Crailsheim belegten gemeinsam Platz drei und konnten ihre Clubkasse mit jeweils 750 Euro aufbessern. Mit sechs Treffern wurde FFC-Nationalspielerin Kerstin Garefrekes Torschützenkönigin des Turniers, an dem alle zwölf Bundesligisten teilnahmen.
Im Viertelfinale begann das «Favoritenstreben»: Die erste große Überraschung schaffte der HSV, der Bundesliga-Spitzenreiter FCR Duisburg mit 3:2 ausschaltete. Der zweimalige Hallencup-Gewinner Turbine Potsdam (2004/2005), dem in der Vorrunde drei Siege gelungen waren, schied mit 2:3 im Neunmeterschießen gegen Freiburg aus. Und der ausrichtende SC 07 Bad Neuenahr musste mit dem 0:1 gegen Crailsheim, das erst per Losentscheid ins Viertelfinale gerutscht war, den Traum begraben, zum Vereinsjubiläum den Titel vor heimischem Publikum zu gewinnen.
In der Gruppenphase hatten sich noch alle Favoriten durchgesetzt. Die spektakulärste Partie lieferten sich Frankfurt und der deutsche Meister Potsdam. Die Brandenburgerinnen siegten in dem Prestigeduell trotz 0:3-Rückstand noch mit 5:4. «Das war ein temporeiches Spiel auf hohem Niveau», lobte Bundestrainerin Silvia Neid. Sie nahm vor Ort zahlreiche Nationalspielerinnen in Augenschein, die am 22. Januar mit der DFB-Elf zum Vier-Länder-Turnier nach China (26. bis 30. Januar) reisen. Dort trifft Weltmeister Deutschland auf die USA, China und England.
DFB-Präsident Theo Zwanziger, der gemeinsam mit Männer- Assistenzbundestrainer Hans-Dieter Flick die U 19-Frauen für ihren im Vorjahr gewonnen EM-Titel ehrte, war begeistert von der zum achten Mal in der ehemaligen Bundeshauptstadt ausgetragenen Veranstaltung. «Wir haben tolle Spiele und viele schöne Tore gesehen. Das war Hallenfußball vom Feinsten», lobte Zwanziger. «Ich denke, diese Marke wird sich weiter positiv entwickeln.»